Die Kunst des Verunstaltens – Kommunikationsguerilla

Wie ich schon in vorherigen Posts geschrieben habe, ist Werbung Kunst. Kreative Denker und Macher zerbrechen sich tage- oder wochenlang den Kopf, wie sie Getränk X oder den Turnschuh Y besonders geschmack- und wirkungsvoll vermarkten können. Geld kostet das enorm viel, und einiges kriegen sie davon ja auch ab.

Tja, wer aber auch noch sehr kreativ [...]

Die Welt ist eigentlich ein großer Topf Kräuterquark in dem sich Quark, Pfeffer, Salz und Lauch mit menschlicher Arroganz, Dummheit und Überheblichkeit zu einem Geschmackskonglomerat vermischen und einen beißenden Nachgeschmack hinterlassen. Mahlzeit!

Wie ich schon in vorherigen Posts geschrieben habe, ist Werbung Kunst. Kreative Denker und Macher zerbrechen sich tage- oder wochenlang den Kopf, wie sie Getränk X oder den Turnschuh Y besonders geschmack- und wirkungsvoll vermarkten können. Geld kostet das enorm viel, und einiges kriegen sie davon ja auch ab.

Tja, wer aber auch noch sehr kreativ ist, sind diejenigen, die diese Werbung irgendwie (manchmal mehr oder weniger geschmackvoll) verändern, verunstalten oder für eigene Werbezwecke „umwerben“.

Für diese Aktionen gibt es mittlerweile zwei neue Bezeichnungen.

Visual Kidnapping

Das ist die „Kunst“ Werbebanner ihrer Protagonisten zu entledigen, Figuren aus Plakaten, Aufstellern oder Werbeverkleidungen „auszuschneiden“ oder mittels anderer Möglichkeiten zu entfernen. Meist ist dies mit einer politischen Anti-Werbe-Aussage begründet, soll Aufmerksamkeit erregen – entweder auf ein anderes Produkt, auf politische Aktionen oder Missstände. Manchmal soll es auch einfach nur den „Täter rühmen“. Spiegel online beschreibt es als „Den konsumkritischen Kidnappern geht es um die Rückeroberung des öffentlichen Raumes“ (Quelle)

Ein „gelungenes“ Beispiel dafür ist die Aktion Schlitzgesicht. Hier wurde ein riesiges BASE-Plakat „entfremdet“ und einfach der Hauptdarsteller ausgeschnitten. Der herunterhängende Rest des Kopfes steht zur von BASE proklamierten Redefreiheit im Widerspruch.Nicht selten verlangen die Täter „Lösegeld“ für ihre entführten Opfer. Dies soll dann meist in politischen Engagements der werbetreibenden Firmen oder Produktänderungen münden. Erpressung 2.0 eben.

Adbusting

Diese Kreativform geht oft noch eine Stufe weiter, denn hier werden Plakate komplett zerstört, radikaler gestaltet und der künstlerische Wert geht meist etwas verloren. Meist findet man aufgemalte Einschusslöcher oder abgetrennte Körperteile auf den Plakatdarstellern wieder.

Quelle

Ein sehr bekannter Künstler, der sich diesem Thema oft angenommen hat ist ZEVS. Dieser war 2002 für das Visual Kidnapping der Darstellerin auf einem Lavazzaplakat verantwortlich. Über das entstandene Loch schrieb er: Visual Kidnapping. Pay now!

Für Furore sorgte ZEVS auch, als er anfing, die Logos bekannter Marken (McDonalds, Nike, Chanel) mit Farben zu „füttern“, die vom Logo herunterliefen und so unschöne Effekte auslösten.

Quelle

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Special Comments

  1. LALA hat diese bedeutenden Worte am on 02/12/2008 hinzugefügt| Permalink

    Ich muss aber ehrlich sagen ich find die zero coke werbung ohne die flasche viel ansprechender^^

    warum nicht gleich zugreifen??

    Klaro! Warum eigentlich nicht? und die flasche ist futsch!

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