Es ist kalt draußen. Die Jacke muss man mittlerweile fest zuschnüren. Die Kälte knabbert an den Ohren bis sie krabbeln. Die Hände frieren und der Atem tanzt in schwebenden Wolken aus dem Mund. Die Luft ist ein Gemisch aus Winterfrische, Schneeduft und Schornsteinparfüm. Gleich ist man da. Gleich ist es soweit.
Man beeilt sich. Die kalte Luft kratzt im Hals, das Atmen fällt schwer. Nur noch ein paar Schritte bis einen die Wärme einhüllt und man sich fühlt als bekäme man eine dicke Decke um die Schultern gelegt. Gleich versucht die zittrige Hand den Schlüssel in die Tür zu stecken oder den Türcode einzugeben. Gleich steigt man die Treppe hinauf, merkt wie die Kälte das Gesicht rot eingefärbt hat und Ohren und Nase irrsinnig vor sich hin glühen.
Gleich wird die Tür geöffnet. Mit dem einstigen Winterduft in der Nase vermischt sich nun der wohlige Duft von zu Hause. Von warmem Essen, knackenden Heizkörpern oder knisterndem Kamin. Gleich spürt man die freudige Umarmung von zu Hause. Da wo das warme Abendbrot auf einen wartet und den Seelenfrieden herbei ruft.
Das ist es, was vor meinen Augen erschien als ich folgendes Bild mit dem Titel „Waiting for dinner“ im Netz entdeckt hab. Mehr muss ein Foto nicht aussagen. Mein heimlicher Titel für das Bild aus Paris lautet „Nach Hause kommen“. Danke!

Entdeckt bei parisist.com


UND WAS NUN?