Klingt entweder wie das menschliche Hinterteil oder der Name eines asiatischen Köters, den man ruft weil er grad wieder die Nachbarshündin besteigt: „Pho, hanjunng quai ja (Pho, komm her du Mistvieh!).
Ist aber alles falsch.
Pho ist eine vietnamesische Reisnudelsuppe. Mein Leibgericht. Am Samstag. Das muss sein. Sonst ist der Samstag kein Samstag. Dazu einen Limonensaft. Schlürf. Eine große Schale, mit einer köstlich dampfenden Brühe, Reisbandnudeln und Hühnchenfleisch („mit Hinchenflais oder Rinflais?“ wie die nette vietnamesische Bedienung immer so freundlich fragt). Das ganze schlürft man dann vor sich hin. Die Nudeln ist man natürlich mit Stäbchen. Die sind immer so lang, dass man sich immer das Kinn besudelt und die Nudeln irgendwann abbeißen muss. Das Resultat: am Ende befinden sich immer ganz viele kleine abgebissene Nudelbrocken in der Suppe. Die muss man dann mit dem kleinen Schlürflöffel weglöffeln. Garniert ist die Suppe immer mit einem Konglomerat aus einem bunten Kräutermix. Ein Haufen Koriander und Lauch decken die dampfende Brühe ab. Herrlich gesund und mit einem Geschmack, den nur der Himmel erfinden konnte. Abgrundtief fabelhaft.
Vorsicht: die Suppe kann man nur zu zweit genießen. Mit jemanden der einen ganz lieb beim Löffeln anlächelt und einem hinterher die am Kinn klebenden Kräuter wegmacht.
Wo gibt’s die Suppe? Sag ich nicht. Ich will die allein, zu zweit, genießen. Immer Samstag. Nie mehr ohne dieses Ritual. Nie mehr.



UND WAS NUN?