Peinlichkeiten gibt es ja im Fernsehen viele. Das Wort “Fremdschämen” werde ich bewusst nicht in diesem Zusammenhang verwenden, da das Wort einfach “so 2009″ ist. Und das folgende Beschämnis ereignete sich bereits in diesem Jahr.
Der Semperopernball in Dresden. An und für sich ein wunderschönes Ereignis, in einer wunderschönen Kulisse, mit wunderschön gekleideten Menschen in einer wunderschönen Stadt.
Warum lässt man ein solches Ereignis aber zu einem Gruselkabinett mutieren, in dem überbezahlte Z-Prominente unfähig sind, Reden fehlerfrei zu halten und Preise zu übergeben? War Frau von Faber Castell auf dem Klo, als man erwähnte, dass sie sich auf dem SemperOPERNball befindet und nicht auf dem Sempernball? Und warum so eine Scheu, einen Preis an “Miss Facelift but “she had nothing done”- aka Latoya Jackson zu überreichen?
Der Höhepunkt dieses bizarren Finales bildet allerdings nicht die millionenschwere Schwerstoperierte, sondern die deutsche Simultan-Übersetzung dazu.
Schon klar, von Frau Jackson wurden mit Sicherheit keine tiefgehenden Worte mit sinnschweren Deutungsmustern erwartet. Doch wer bitte kam auf die Idee, den Hausmeister zu bitten, Frau Jacksons tiefgreifende Rede für uns zu übersetzen?
Peinlich. Dazu lässt sich nur eines sagen: Und er dachte: “Alles.”
Wer nicht weiß wovon ich rede, der lausche gespannt.
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