<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>antennenmuetze.de&#187; antennenmuetze.de &#8211; Bitte klicken Sie weiter, hier gibt es nichts zu sehen!</title>
	<atom:link href="http://antennenmuetze.de/archives/tag/betrug/feed" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://antennenmuetze.de</link>
	<description>Bitte klicken Sie weiter, hier gibt es nichts zu sehen.</description>
	<lastBuildDate>Fri, 12 Mar 2010 17:39:55 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.8.6</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<image>
  <link>http://antennenmuetze.de</link>
  <url>http://antennenmuetze.de/a_rot.jpg</url>
  <title>antennenmuetze.de</title>
</image>
		<item>
		<title>Die W&#252;nsche der Konsumenten werden erh&#246;rt. Endlich.</title>
		<link>http://antennenmuetze.de/archives/45</link>
		<comments>http://antennenmuetze.de/archives/45#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 09 Jul 2008 08:53:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Black]]></category>
		<category><![CDATA[Betrug]]></category>
		<category><![CDATA[bio]]></category>
		<category><![CDATA[cola]]></category>
		<category><![CDATA[fitness]]></category>
		<category><![CDATA[Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[werbung]]></category>
		<category><![CDATA[wünsche]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://clairdeluneblog.wordpress.com/?p=45</guid>
		<description><![CDATA[Ach ist es nicht sch&#246;n. Die Gesellschaft &#228;ndert sich, neue Sichtweisen und Lebensstile entstehen und Zack! – reagiert auch die Werbewirtschaft. Ganz klar.

Wir befinden uns zur Zeit in einem K&#246;rperbewusstsein-Wellness-Fitness-&#214;ko-Bio-Trend-Kontinuum. Die Menschheit surft auf einer Welle des Wohlseins, des „Ich tue etwas f&#252;r meinen K&#246;rper-Bewusstseins“. Schlagworte sind Ern&#228;hrung, Light, Bio, &#214;ko, GDA, Kalorien, Probiotisch, 0,01% [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal">Ach ist es nicht sch&#246;n. Die Gesellschaft &#228;ndert sich, neue Sichtweisen und Lebensstile entstehen und Zack! – reagiert auch die Werbewirtschaft. Ganz klar.</p>
<p class="MsoNormal"><span id="more-45"></span></p>
<p class="MsoNormal">Wir befinden uns zur Zeit in einem K&#246;rperbewusstsein-Wellness-Fitness-&#214;ko-Bio-Trend-Kontinuum. Die Menschheit surft auf einer Welle des Wohlseins, des „Ich tue etwas f&#252;r meinen K&#246;rper-Bewusstseins“. Schlagworte sind Ern&#228;hrung, Light, Bio, &#214;ko, GDA, Kalorien, Probiotisch, 0,01% Fett und Fitness. Es erschl&#228;gt einen, es umwirbelt einen, es bestimmt Denken und Leben. Selbst wenn man wollte, k&#246;nnte man sich diesem gesellschaftlichen Selbstbetrug nicht entziehen, denn selbst Schokolade wird Bio. Da kommt nat&#252;rlich die Frage auf, was es mit der Schokolade vorher auf sich hatte. Vielleicht wurde sie aus gefangen gehaltenen Calcium- und Zuckerpartikelchen inmitten von in K&#228;fig gehaltenen Schokoladentafeln hergestellt? <span> </span>Auch <a title="wii" href="http://de.wii.com/" target="_blank">Spielekonsolen</a>, die ehemals nur Daddler und Licht-verabscheuende Spiele-Nerds beeindruckten, sind jetzt Bio. Oder eher Fitness. Mit ihnen kann man trainieren, das H&#252;ftgold entfernen, die Ausdauer st&#228;rken und auch kalorienarm <a title="sputnik testet nintendo ds game" href="http://www.sputnik.de/programm/games/kochkurs-was-wollen-wir-heute-kochen-ds" target="_blank">kochen</a>. Sei es drum.</p>
<p class="MsoNormal">Auf diesen Trend springt jetzt auch der vermeintliche und oft der Adipositas-verursachend-bezichtigte K&#246;nig der Dickmacher, der Herzog des &#220;berflusses und der Gro&#223;f&#252;rst der Wohlstandsfettleibigkeit h&#246;chstpers&#246;nlich auf: <strong><a title="coca cola" href="http://www.coca-cola.de/gateway/html/noflash.html" target="_blank">Coca Cola</a>.</strong></p>
<p class="MsoNormal">Nachdem vor einiger Zeit s&#228;mtliche S&#252;&#223;limonaden dieses rot-wei&#223;en Herstellers auf den Namen „Zero“ umgetauft wurden um den Konsumenten ein kalorienarmes aber dennoch k&#246;stliches Durststill-Vergn&#252;gen zu bereiten f&#228;hrt der Limo-Riese jetzt eine neue <a title="coca cola strategie" href="http://www.geheimeformel.at/AT/" target="_blank">Werbestrategie</a>.</p>
<p class="MsoNormal">Coca Cola ist ab jetzt natur- und gesundheitsbewusst! Das soll zumindest die neue Kampagne vermitteln.</p>
<blockquote>
<p class="MsoNormal">In Gro&#223;britannien startete Coca-Cola mit einem TV-Spot, der mit dem geheimen Rezept des Kultgetr&#228;nks wirbt und auf die urspr&#252;ngliche Zusammensetzung ohne Konservierungsmittel und k&#252;nstliche Geschmacksstoffe verweist. Die Werbung konzentriert sich auf das von John Pemberton 1886 erfundene Softdrink-Rezept, das laut Unternehmen bis heute beibehalten wurde. Wie der Guardian berichtet, will sich Coca-Cola damit eine neue Generation von Konsumenten sichern und zum ber&#252;hmten Erbe der Marke zur&#252;ckfinden. (<a title="pressetext" href="http://www.pressetext.de/pte.mc?pte=080708004" target="_blank">Quelle</a>) <a href="http://www.pressetext.de/pte.mc?pte=080708004"></a></p>
</blockquote>
<p class="MsoNormal"><strong>Aha. Das Ding mit dem Geheimrezept also. Naturbelassen, k&#246;rper- und gesundheitsbewusst und auch noch etwas geheimnisvoll. Na wenn das nix ist. Der Marketing Manager von Coca-Cola &#214;sterreich, Andreas Johler, best&#228;tigt, dass es wichtig ist, am Puls der Zeit zu bleiben, innovativ zu sein und auf die W&#252;nsche der Konsumenten einzugehen. (<a href="http://www.pressetext.de/pte.mc?pte=080708004" target="_blank">Quelle</a>)<br />
</strong></p>
<p class="MsoNormal">Wieder Aha. Das klingt doch gut.</p>
<p class="MsoNormal">Wir Konsumenten haben uns doch schon immer einmal gew&#252;nscht, offen und ehrlich verarscht zu werden, oder? Eine Werbestrategie von Coca-Cola, die sich um Gesundheit und Wohlbefinden dreht, auch wenn die Anzahl der gef&#252;hlten W&#252;rfelzucker im Mund beim 3. Schluck Cola das Befinden jenseits von Gut und B&#246;se einordnet. Eine Werbestrategie, die uns Konsumenten zeigt, wie gesund, rein und urspr&#252;nglich das leckere braune Getr&#228;nk doch eigentlich ist – auch wenn es irgendwie gar nicht so richtig stimmt.</p>
<p class="MsoNormal"><strong>Das haben wir uns lange gew&#252;nscht. Nur gut, dass man in Zukunft auf die W&#252;nsche der Konsumenten eingeht.</strong></p>
<p class="MsoNormal"><strong>Puh. Gl&#252;ck gehabt.</strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://antennenmuetze.de/archives/45/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Vom Aufschwung. Oder vom Callcenter-Wolf im Marketing-Schafspelz.</title>
		<link>http://antennenmuetze.de/archives/19</link>
		<comments>http://antennenmuetze.de/archives/19#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 07 Jul 2008 06:27:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Black]]></category>
		<category><![CDATA[Betrug]]></category>
		<category><![CDATA[Call-Center]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
		<category><![CDATA[Marketing]]></category>
		<category><![CDATA[massenlügerei]]></category>
		<category><![CDATA[peinlich]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://clairdeluneblog.wordpress.com/?p=19</guid>
		<description><![CDATA[



Deutschland ist Spitze. Spitze im Senken der Arbeitslosenzahlen.

 




„Die Arbeitslosigkeit sinkt in Deutschland schneller als im EU-Durchschnitt. Und auch in der Eurozone geh&#246;rt die Bundesrepublik zu den Spitzenreitern beim Abbau der Arbeitslosenzahlen, wie aus Zahlen des Europ&#228;ischen Statistikamtes (Eurostat) hervorgeht. Eurostat zufolge waren im Januar 6,8 Prozent aller Erwerbst&#228;tigen in der EU ohne Arbeit. F&#252;r [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://bp2.blogger.com/_XdncG1EyOjo/R_YV9qJI23I/AAAAAAAAAFA/dhJSLFNvfYI/s1600-h/statistics_bw.jpg"><img style="float:left;cursor:hand;margin:0 10px 10px 0;" src="http://bp2.blogger.com/_XdncG1EyOjo/R_YV9qJI23I/AAAAAAAAAFA/dhJSLFNvfYI/s200/statistics_bw.jpg" border="0" alt="" /></a></p>
<div>
<div><a href="http://bp0.blogger.com/_XdncG1EyOjo/R8_kF_r0qVI/AAAAAAAAAEE/o5CLPc-lkvM/s1600-h/statistics.jpg"></a></p>
<blockquote>
<div><strong><span style="color:#ffffff;">Deutschland ist Spitze. Spitze im Senken der Arbeitslosenzahlen.<br />
</span></strong><br />
<em> </em></div>
<div></div>
<div></div>
<div></div>
<div></div>
<div><em>„Die Arbeitslosigkeit sinkt in Deutschland schneller als im EU-Durchschnitt. Und auch in der Eurozone geh&#246;rt die Bundesrepublik zu den Spitzenreitern beim Abbau der Arbeitslosenzahlen, wie aus Zahlen des Europ&#228;ischen Statistikamtes (Eurostat) hervorgeht. Eurostat zufolge waren im Januar 6,8 Prozent aller Erwerbst&#228;tigen in der EU ohne Arbeit. F&#252;r Deutschland errechneten die Statistiker in Luxemburg eine Arbeitslosenquote von 7,6 Prozent im Januar. Das war zwar mehr als im EU-Durchschnitt. Aber der Abstand hat sich binnen Jahresfrist deutlich verringert. Im Januar 2007 lag die deutsche Quote noch um 1,2 Punkte h&#246;her, die europ&#228;ische sank seither nur um 0,7 Punkte.“</em></div>
</blockquote>
<div>(<a href="http://www.tagesschau.de/wirtschaft/arbeitslosigkeit16.html" target="_blank">Quelle</a>)</p>
<p>Das klingt doch super. Mensch, wir haben es geschafft. Das Elend scheint bald ein Ende zu haben. Unb&#228;ndiger Wohlstand, eine Umkehr des finanziellen Ruins vieler Familien, Existenzsicherung, Luxus der Deutschen, Urlaub, Reisen und Genie&#223;en und einfach mal im Supermarkt die Waren aus den oberen Regalen greifen – das ist es was uns allen bevorsteht. Genial. Wir k&#246;nnen stolz darauf sein und der Zukunft ins Auge sehen. Ohne Angst als furchtlose Konsumgeier bald die Wirtschaft weiter ankurbeln, kaufen, ausgeben und investieren. Deutschland ist im Aufschwung.</p>
<p>So oder so &#228;hnlich klingt es, wenn man Prognosen von fettleibigen Politikern lauscht, Statistiken und &#252;berdimensionierte Diagramme sieht, die uns das leibliche und finanzielle Wohl versprechen. Doch ist die Kunst der Vermarktung der eigenen Leistungen schon immer Politikersache gewesen. Und so ist es nicht weiter verwunderlich, wenn diese als Schaumschl&#228;ger und Illusion&#228;re enttarnt werden. Einfach gesagt: das alles ist reinste Utopie, Lug und Betrug, T&#228;uschung. Kriminell und unmoralisch. Denn es stimmt einfach nicht. Es ist gelogen.</p>
<p>Es mag sein, dass die Zahlen auf dem Papier schwinden wie Sonderangebote im Supermarkt. Sie werden kleiner, fast unsichtbar. Dar&#252;ber wird viel lamentiert, es wird gepriesen und es wird dar&#252;ber geredet. Wor&#252;ber nicht geredet wird, ist das „Wie“. Wie ist die Senkung m&#246;glich, warum sind die Zahlen auf einmal so niedrig? F&#252;r die, die gerade immer noch eine Besch&#228;ftigung suchen, wird dies schnell klar. Die Zauberw&#246;rter hei&#223;en „Zeitarbeit“ und „Niedriglohn“. Der Markt ist &#252;bers&#228;ttigt, wir brauchen Akademiker und Fachkr&#228;fte, hei&#223;t es. Doch es gibt sie. Es gibt viele von ihnen. Sie suchen und recherchieren, doch sie werden nicht f&#252;ndig. Und bevor sie gar nichts haben, landen sie&#8230;na wo? Genau. Bei einem miserabel bezahlten Job auf Zeit. So passiert es schnell, dass der gut ausgebildete Sprachwissenschaftler f&#252;r einen Hungerlohn Intimpflegeprodukte am Telefon verkauft. Mehr oder minder gut. Daf&#252;r bekommt er, in Ostdeutschland, 6,70€ pro Stunde. Jeden Morgen hei&#223;t es f&#252;r den Akademiker „Aufstehen, Hirn ausschalten und Verstand wegschmei&#223;en und auf Arbeit gehen, sich verstellen, sich missbrauchen lassen und gutgl&#228;ubigen Menschen das widerw&#228;rtige Elend aufschwatzen“. Rot werden dabei ist erlaubt. Der Geprellte sieht es ja nicht und der L&#252;gen-Detektor im Telefon ist ja noch nicht erfunden. Jeden Tag hei&#223;t es dann „Guten Tag, mein Name ist Bettina Hundebein, ich rufe Sie im Auftrag der Intimcare AG aus Berlin an. Ich h&#228;tte gern denjenigen in Ihrem Haushalt gesprochen, der bei der letzten Mondfinsternis den besten Stuhlgang und genau an diesem Tag Namenstag und zudem noch einen Tag danach Geburtstag hatte und der die mittelgr&#246;&#223;te Schuhgr&#246;&#223;e hat. Sie sind dran? Wunderbar Frau Schnitzeltisch. Frau Schnitzeltisch, haben Sie eventuell kurz Zeit? Ich habe da ein unwiderstehliches Angebot f&#252;r Sie. Frau Schnitzeltisch, juckt es sie manchmal? Egal wo, egal wann. Wir haben da was f&#252;r Sie. &#8230;.Wunderbar. Zum Aktionspreis: sie erhalten 4 Cremed&#246;schen zum Preis von 10. Damit es sich auch lohnt. Vielen Dank. Wenn Sie m&#246;gen, bel&#228;stigen wir Sie von nun an t&#228;glich. Und wenn Sie nicht m&#246;gen, auch.“<br />
Niveauvoll. Geistreich. Und gewinnbringend. Nur weder f&#252;r den Niedriglohnempf&#228;nger noch f&#252;r den Geprellten. Sondern nur f&#252;r das Unternehmen.</p>
<p>Mittler zwischen gierbesetzem Reichtum und finanziell Bed&#252;rftigen</p>
<p>Nun leben wir ja in einer Zeit, in der es schick ist, viel zu arbeiten, immer busy zu sein, Gewinne zu erzielen und die Menschlichkeit straff auf der linken Spur zu &#252;berholen. Zeit ist knapp und wird zum Luxusgut. So h&#228;lt ein Unternehmen alle Dinge f&#252;r l&#228;stig und &#252;berfl&#252;ssig, wenn man aus ihnen nicht sofort Millionen binnen Sekunden scheffeln kann. Ergo: man besch&#228;ftigt sich nur mit dem Gewinnbringendem, das Langweilige, aber N&#246;tige, l&#228;sst man verrichten. So plagt sich kaum noch ein Unternehmen mit der Personalbeschaffung. Keine Zeit und kein Geld f&#252;r eine anst&#228;ndige Human Resources- Abteilung, die sich ihr Personal selbst ran holt. Stellenangebote zu ver&#246;ffentlichen, hunderte Bewerbungsmappen in grau, schwarz, gr&#252;n oder auch per Email mit 10 MB Anhang zu bekommen, auseinander zu nehmen, auch noch zu lesen, zu beurteilen, zu schreddern oder Bewerber schlie&#223;lich einzuladen ist nicht „gruwi“ genug. Das nervt, kostet Zeit, Papier und zu viele Mausklicks und verstopft das Outlook. Diese wichtige, aber nervige Angelegenheit, wird ausgegliedert, an andere vergeben. So entstanden sie. Die Zeitarbeitsfirmen, die Personalvermittler und Beratungsagenturen. Es gibt sie &#252;berall. Kaum ein Stellenangebot wird vom Unternehmen selbst ver&#246;ffentlicht. Fast immer verstecken sie sich hinter der „Ichfindedenpassendjobf&#252;rdich Gmbh“ oder der „Schnappdirdeinentraumjob AG“. Im Grunde ist daran auch gar nichts auszusetzen. Wirklich. Echt. Nur sind die Verfahrensweisen einiger dieser „Helfer in Not“ manchmal sehr fragw&#252;rdig. Zuvor sei gesagt: es sind nicht alle von der Sorte. Es gibt nat&#252;rlich auch seri&#246;se Mittler. Die Rede ist hier nur von einigen schwarzen Schafen. Diese scheinen sich wie kleine Insekten in den Jobb&#246;rsen rumzutreiben, umschwirren alle m&#246;glichen Stellenangebote, spinnen sie in ihr Netz und geben sie erst heraus, wenn man alle pers&#246;nlichen Daten bei Ihnen abgeliefert hat. Den Namen des Unternehmens, bei dem man seine Zukunft verbringen soll, gibt’s ganz am Schluss. Auch alle &#252;brigen Informationen sind eher zweitrangig. Was interessiert auch der Name, die Branche oder der Standort des zuk&#252;nftigen Arbeitgebers? Eine Identifikation mit dem Brotspender geht auch v&#246;llig ohne, die Stellenbeschreibung muss reichen. Wie dreist, mehr &#252;ber seine Zukunft wissen zu wollen. Nicht selten muss man f&#252;r das Arbeiten auch noch bezahlen. Klingt komisch, ist aber so. Private Arbeitsvermittler m&#252;ssen ja auch schlie&#223;lich Geld verdienen um ihre Schnitte f&#252;r das Abendbrot bezahlen zu k&#246;nnen. Und damit da nicht jeden Abend nur Salami drauf ist, sondern auch mal R&#228;ucherlachs mit Honig-Senf-Sauce, sind die Honorare ordentlich. Der Honorarschein ist das Erste wor&#252;ber einem berichtet wird. Den hat man auch eher in der Hand, als das man seine Jacke auf den wackeligen Jackenst&#228;nder geh&#228;ngt hat. Die Eignung f&#252;r die zuk&#252;nftige Stelle hat auch nicht unbedingt oberste Priorit&#228;t. Hauptsache die Richtung stimmt, der Bewerber muss 2 gesunde Beine haben, einen Satz gerade aus sprechen k&#246;nnen und er braucht mindestens einen Arm. Zum Unterzeichnen des Honorarvertrages. Den zweiten Arm braucht er nicht – denn bei der vermittelten T&#228;tigkeit tr&#228;gt man ein Headset. Das d&#252;rfte also alles kein Problem sein.</p>
<p>Hassjobs im Faschingskost&#252;m</p>
<p>Es gibt sch&#246;ne Arbeiten und unsch&#246;ne T&#228;tigkeiten. Der Anspruch den man an seinen Job hat, hat viel mit der Ausbildung zu tun – aber noch mehr mit dem menschlichen Faktor: das sich Wohlf&#252;hlen, die Identifikation mit der Arbeit und dem Arbeitgeber. Niedrig bezahlte Jobs f&#252;r weniger hoch qualifizierte Arbeitnehmer m&#252;ssen nicht zwangsweise unmoralisch und ethisch unvertretbar sein. Das hat keiner verdient. Dies haben jedoch noch nicht alle Arbeitgeber erkannt. Zu gro&#223; ist das Gesch&#228;ftsdenken, der Wille nach Gewinnmaximierung und Streben nach dem wirtschaftlichen Erfolg. So gibt es zahlreiche Job, bei denen die Menschenw&#252;rde auf der Strecke bleibt. Gemeint sind T&#228;tigkeiten im Vertrieb und Verkauf – sie bel&#228;stigen die Gesellschaft und belasten die Ausf&#252;hrenden. Diese Jobs sind unattraktiv und ungeliebt. Doch wie bringt man diese Nervfaktoren an den Mann? Klar. Man schiebt sie in ein passendes Outfit, „h&#252;bscht sie auf“ , macht sie attraktiver. Doch nicht etwa mit einer h&#246;heren Bezahlung oder genialen Arbeitsbedingungen. Nein. Falsch gedacht. Man gibt ihnen einfach einen anderen Namen. Vokabularfasching. Namens-Make-up. Bezeichungs-Lifting. So wird aus einem einfachen Call Center – Job ein attraktives Etwas. Es zieht an, t&#228;uscht vor, tr&#252;gt und verwirrt. Und so bewirbt man sich in der Hoffnung in dem Stellenangebot des „Sales Assistant“, „Marketing Assistant“ oder „PR-Fachkraft“ den Traumjob zu finden, seiner Kreativit&#228;t freien Lauf lassen zu k&#246;nnen, Zufriedenheit zu erlangen und endlich Berufserfahrung zu sammeln. Mit zitternden Knien begeht man das Bewerbungsgespr&#228;ch, &#252;bersteht Stunden voller Aufregung, f&#246;nt seine Haare elendlang bis sie auch wirklich sitzen, wartet und hofft. Und dann? Dann hat man ihn: den Call-Center-Job. Endlich darf man das machen, worauf man so lange NIE gewartet hat. Man darf andere Menschen bel&#228;stigen und bel&#252;gen und daf&#252;r kaum Geld verdienen. Aus der verhofften Stelle im Bereich Marketing wurde eine Vertriebsposition auf Honorarbasis. Die Aufgabe des Sales Assistant ist es, m&#246;glichst viele elektrische Hornhautentferner zu verkaufen. Die PR-Fachkraft muss auf einmal sich selbst reinigende Gummilaken f&#252;r die Betten von alzheimerischen Rentnern bewerben und zus&#228;tzlich noch Marktforschung betreiben. Dabei handelt es sich um 300-min&#252;tige Interviews zum Thema Darmt&#228;tigkeit nach Einnahme von linksdrehenden Joghurt-Kulturen. Ein (Alb-)Traumjob. Das soll es nun sein? Sicherlich ist es legal menschenverachtende T&#228;tigkeiten zu kost&#252;mieren und so an den Mann zu bringen. Ein Gesetz f&#252;r passende T&#228;tigkeitsbezeichnungen gibt es in der freien Wirtschaft wohl nicht. Obwohl es angebracht w&#228;re, denn genormt wird in diesem Land alles – sogar Salatgurken. Doch ist es ein ethisches Verbrechen. Unmoralisch und deshalb kriminell. Ein seelischer und mentaler Missbrauch von hoffnungsertr&#228;nkten, arbeitssuchenden Seelen, die ein zufriedenes Berufsleben f&#252;hren wollen.</p>
<p>Aber was solls. Hauptsache man hat einen Job. Hauptsache man hat die Lohnsteuerkarte abgegeben und zahlt seine Krankenversicherung. Im Grunde ist es doch v&#246;llig egal was man tut. Es gibt viel Schlimmeres. Schlie&#223;lich k&#246;nnte man auch kriminell werden, alte Omis ausrauben, aus Langeweile Enten in den Teich schubsen und kleinen Kindern auf der Stra&#223;e den Keks klauen. Das w&#228;r in der Tat viel schlimmer. Und im Endeffekt ist ja alles wunderbar, denn:</p>
<p>Die Zahlen stimmen und Deutschland ist im Aufschwung. Doch wann nimmt es seine B&#252;rger dabei auch mit?</p></div>
</div>
</div>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://antennenmuetze.de/archives/19/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
