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	<title>antennenmuetze.de&#187; antennenmuetze.de &#8211; Bitte klicken Sie weiter, hier gibt es nichts zu sehen!</title>
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  <title>antennenmuetze.de</title>
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		<title>Von Fallmanagern und geballter Kompetenz</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Feb 2010 12:46:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Hartz 4. Missbrauch. Faulheit. Sozialschmarotzer. Systemkriminelle. – Die Liste der Keywords der derzeitigen Hartz 4-Debatten k&#246;nnte ewig so fortgesetzt werden. Klar, denn kaum wird das Geld knapp, muss geschaut werden, wo unn&#246;tig Geld verbraten wird. Sozialmissbrauch muss bek&#228;mpft werden und deshalb werden sie genau unter die Lupe genommen: die Hartz 4-Empf&#228;nger. Bekommen sie zu viel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hartz 4. Missbrauch. Faulheit. Sozialschmarotzer. Systemkriminelle. – Die Liste der Keywords der derzeitigen Hartz 4-Debatten k&#246;nnte ewig so fortgesetzt werden. Klar, denn kaum wird das Geld knapp, muss geschaut werden, wo unn&#246;tig Geld verbraten wird. Sozialmissbrauch muss bek&#228;mpft werden und deshalb werden sie genau unter die Lupe genommen: die Hartz 4-Empf&#228;nger. Bekommen sie zu viel Geld? Stehen Hartz-4ler mit einem Minijob besser da als Vollzeitarbeiter? Regt das System zum Missbrauch an? Sind 1-Euro-Jobs zumutbar?</p>
<p>Viel wird lamentiert &#252;ber Missbrauch, Regels&#228;tze, das Existenzminimum und die Pflichten der ALG I- und II-Empf&#228;nger. Doch wer redet eigentlich &#252;ber die Pflichten der Agentur f&#252;r Arbeit? Sollte diese zusammen mit ihrer Blutsschwester Arge nicht eigentlich auch im Mittelpunkt der Diskussion stehen? Kommen beide ihren auferlegten Pflichten eigentlich nach? Lenkt die Hartz-4-Diskussion nicht eigentlich vielmehr von grundlegenderen Problemen ab?</p>
<p>Fakt ist: mit der Agentur f&#252;r Arbeit und der Arge hat man sich ein System geschaffen, welches durchaus hilfreich bei Jobvermittlung sein k&#246;nnte, doch mehr und mehr hat man das Gef&#252;hl, dass sich die Institutionen sich selbst im Wege stehen.</p>
<p>Fragen, die ich mir bisher gestellt habe und auch nach einem mehrmaligen konspirativen In-Mich-Gehen keine Antwort erhalten habe: eine Gedankensammlung am real existierenden Beispiel.</p>
<h3>1. Wieso braucht man Fallmanager, die Daten f&#252;r den Arbeitssuchenden in die Datenbank der neuen, viel umworbenen Jobb&#246;rse der Arbeitsagentur eintippen?</h3>
<p><strong><em>Hintergrund zur Frage</em></strong><br />
Er steht an: der Termin, in dem es um Vermittlungsangelegenheiten gehen soll. Vorher wurde postalisch der Lebenslauf inklusive Anschreiben und Zeugnissen samt einem ausgef&#252;llten Formular mit pers&#246;nlichen Angaben an den Fallmanager geschickt. Beim Termin wird klar: der Fallmanager hat lediglich die Daten in die Jobb&#246;rse eingegeben und erkl&#228;rt dem Bewerber jetzt die Benutzung. Das h&#228;tte der Bewerber auch selbst tun k&#246;nnen. Das Gespr&#228;ch hat eine Stunde gedauert. Dem Fallmanager m&#252;ssen teilweise W&#246;rter buchstabiert werden, da sonst Rechtschreibfehler im &#246;ffentlichen Bewerberprofil auftauchen w&#252;rden. Die geballte Kompetenz l&#228;sst den Bewerber von Minute zu Minute err&#246;ten. Er rutscht peinlich ber&#252;hrt auf seinem Stuhl herum und antwortet freundlich, damit die verlorene Zeit herumgeht.</p>
<h3>2. Wieso kennt der Fallmanager sich nicht mit Einsatzm&#246;glichkeiten des Bewerbers aus, wenn er doch den „Fall managen“ soll?</h3>
<p><em><strong>Hintergrund zur Frage</strong></em><br />
Beim Bewerber handelt es sich um einen Akademiker, genauer gesagt um einen Geisteswissenschaftler. Bekannterma&#223;en ist es schwierig diesem Hochschulabschluss einen konkreten Beruf zuzuordnen, da er mehr oder weniger in vielen T&#228;tigkeitsfeldern einsetzbar w&#228;re. Der Fallmanager muss sich den Studiengang erst erkl&#228;ren lassen, kann dem Bewerber in keiner Weise beratend zu Seite stehen und tippt dann wahllos und unwissend Daten in das Profil ein. Alles was &#252;ber die Vorgaben der Datenbank semantisch hinausgeht, kann nicht erfasst werden. Ein Blick &#252;ber den „Tellerrand“ ist mit dem Profil der Jobb&#246;rse f&#252;r einen Akademiker &#252;berhaupt nicht m&#246;glich und spiegelt in keiner Weise die Einsatzm&#246;glichkeiten wider. Er wird in seiner Vermittlung eingeschr&#228;nkt. Erfolgschance null. Sinnlosigkeit macht sie wieder breit. Wieso werden Fallmanager nicht entsprechend weitergebildet und &#252;ber neue Berufe, neue Ausbildungen und Studieng&#228;nge nicht ausreichend geschult? Oder werden sie das? Warum scheinen sie sich mit allem, was nicht Krankenschwester oder Zahnarzthelfer ist, nicht auszukennen?</p>
<h3>3. Wieso achtet die Bundesagentur f&#252;r Arbeit nicht auf die Qualit&#228;t der Unternehmen, welche die Jobb&#246;rse nutzen und die Daten der Bewerber einsehen?</h3>
<p><em><strong>Hintergrund zur Frage</strong></em><br />
Die Jobb&#246;rse ist voll. Tausende Jobangebote, tausende Firmen, die das komplette „Leben“ der Bewerber einsehen und mit ihnen in Kontakt treten k&#246;nnen. Viele davon scheinen schwarze Schafe zu sein. Nach Fertigstellung des Profils fragt der Fallmanager, ob das Profil nun online gestellt werden soll oder nicht. Die Frage ist relativ sinnlos, denn nicht online gestellt, wird keiner auf das Profil zu greifen k&#246;nnen und die Vermittlung k&#246;nnte nicht geschehen. Der Bewerber hat also keine andere Wahl. Weiterhin wird gefragt, ob Unternehmen auch telefonischen Kontakt mit ihm aufnehmen k&#246;nnen. Er sagt ja. Er kennt die Konsequenzen nicht und wird sich sp&#228;ter &#228;rgern. Mit einem Klick vom Fallmanager erscheinen auch die ersten Jobangebote. Die Frage: „Was w&#252;rde Sie denn interessieren?“ wird mit „Na, ich nehm doch gleich mal das Erste da!“ beantwortet. Der Fallmanager w&#252;rgt ab: „Also nein, das ist eine Personalvermittlung. Da brauchen Sie einen Vermittlungsgutschein. Den kriegen Sie aber erst nach 2 Monaten Arbeitslosigkeit.“ Randnotiz: die ersten 30 Suchergebnisse bestehen fast ausnahmslos aus Personalvermittlungen. Sinnlosigkeit par Excellenze. Und worauf nun bewerben?<br />
Zum Fakt der telefonischen Kontaktaufnahme: seitdem das Profil samt Kontaktdaten ver&#246;ffentlicht wurde, erh&#228;lt der Bewerber regelm&#228;&#223;ig l&#228;stige Anrufe von privaten Versicherungsagenturen oder Verm&#246;gensberatungen, um ihn f&#252;r diverse Vertreterjobs anzuwerben. Er ist sehr genervt, vor allem weil der das Gef&#252;hl hat, dass seine gesamten Daten jedem x-beliebigen, nicht auf Seriosit&#228;t gepr&#252;ften „Unternehmen“ zur Verf&#252;gung stehen.</p>
<h3>4. Hat die Afa heimlich einen Geldschrank in dem Geld f&#252;r Papierm&#252;ll gehortet wird?</h3>
<p><em><strong>Hintergrund zur Frage</strong></em><br />
Seit der Arbeitssuchendmeldung hat der Bewerber einen hohen Stapel an Papieren, Formularen – oft in 3- und 4facher Ausfertigung doppelt und dreifach erhalten. Mit seinem Besucherausweisen kann er jetzt das Zimmer tapezieren, welches er extra anbauen muss, um die Schriftst&#252;cke der Afa zu lagern. Papierm&#252;ll, der in Form von Geld an anderen Stellen besser eingesetzt w&#228;re, oder?</p>
<p>Wie ist das denn nun mit den Pflichten der Arbeitsagentur? Werden diese von der Geldverbrennungsmaschine selbst &#252;berhaupt erf&#252;llt? Tut ein Mitarbeiterapparat, von dem anscheinend nicht alle Angestellten Ahnung von ihrer T&#228;tigkeit haben, in diesem ohnehin schon &#252;berlasteten finanziellen Desaster Not? Hilft eine derartig wasserkopf&#228;hnliche Verwaltung zur Selbstverwaltung, die un&#252;berwacht und nicht zeitgem&#228;&#223; scheint, dem Arbeitsmarkt &#252;berhaupt?</p>
<h3>Fazit?</h3>
<p><em><strong>Fragen &#252;ber Fragen, die nicht beantwortet werden k&#246;nnen.</strong></em></p>
<p>Der Bewerber, frustriert und genervt, wird sp&#228;ter einen Job annehmen. Diesen Job wird er nicht m&#246;gen und sich weiterhin bewerben um sich ansatzweise seinem eigentlichen Berufsfeld zu n&#228;hern. Sein einzig erkl&#228;rtes Ziel ist es: erstmal weg aus den F&#228;ngen der geballten Kompetenz namens Bundesagentur f&#252;r Arbeit.<br />
<strong>Das Fazit gibt gleichzeitig eine Antwort auf alle oben gestellten Fragen: Die Bundesagentur f&#252;r Arbeit kann nun sagen: mission accomplished. Ein Arbeitssuchender weniger in ihrer Statistik. Die Zahlen stimmen.</strong></p>
<p><strong>Bravo und Chapeau!</strong></p>
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		<title>Advertising – a psychological game</title>
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		<pubDate>Tue, 19 Jan 2010 11:23:17 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[I gotta be honest: being at home has its very own advantages. One of them is that you have plenty of time for doing nothing else than just thinking. Ok, one might say that this isn´t a real advantage at all, but sometimes I really do have some brilliant moments.
Staying at the couch, holding the [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>I gotta be honest: being at home has its very own advantages. One of them is that you have plenty of time for doing nothing else than just thinking. Ok, one might say that this isn´t a real advantage at all, but sometimes I really do have some brilliant moments.</p>
<p>Staying at the couch, holding the remote in my hand and zapping the hilarious tv channels – one after the other &#8211; is very inspiring. Especially when it comes to tv commercials.</p>
<p><span id="more-672"></span>What came into my mind today is he fact that  I cannot identify with any of those fun loving and trend setting brands that rule your life. Rule? Why do I use this strong term? Pretty easy to explain: aren´t we consumer victims? Aren´t we forced to buy all those things that make life easier, faster, more comfortable? Don´t we long for the moment when we can unpack a technical device that we have  been waiting for: a new computer, a new iPod, a brand new coffee machine. Don´t we feel the need to buy all those things that promise to be fun and trend setting? By watching ads, don´t we think that we truly need all these products for having a complete fulfillment and for having a better life?</p>
<p>Critics might say now: „Well, of course, that´s the aim of advertising. It aims at hidden needs of consumers – it is supposed to create this feeling deep inside all consumers. The key to resistance is to be aware of this fact and to ignore this hidden commercial messages. Intelligent people are able to resist to that fierce consumption hype by being aware of all those psychological mind games developed by highly qualified brand communicators and marketers.“</p>
<p>Honestly, this is not easy at all. Unfortunately, marketers are well trained and educated people that can work effectively by using psychological effects reaching everything inside a consumer – whether he is aware of it or not. Even the fact of trying to ignore ads is a way of dealing with the ad or with the product. And that is exactly what advertising is about: dealing with it, judging products and brands, identifying with it or not, having an opinion of it, discussing it. The result: the product or the brand is a well discussed issue, it´s becoming popular and well known – no matter whether the product is good or bad. That´s public relations.</p>
<p><strong>And even the fact that I made up my mind with a brand building and product marketing shows that marketers did a good job. They made me think about some products and they can be sure that those will stay in my mind for quite a long time. Congrats.</strong></p>
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		<title>Geschmackssache</title>
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		<pubDate>Sun, 26 Apr 2009 17:13:32 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Manchmal frage ich mich:“Warum mache ich das alles eigentlich?“. Warum steckt man als Mensch in diesem Strudel aus Arbeit, schlechtem Wetter, dummen Menschen, Ungerechtigkeiten und Dingen wie Sp&#252;lmaschine ausr&#228;umen?
Gut. Zugegeben: es gibt auch sch&#246;ne Dinge im Leben. Aber an die erinnert man sich meist kaum, weil die schlechten Dinge so unheimlich dominant sind. Warum hat [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Manchmal frage ich mich:“Warum mache ich das alles eigentlich?“. Warum steckt man als Mensch in diesem Strudel aus Arbeit, schlechtem Wetter, dummen Menschen, Ungerechtigkeiten und Dingen wie Sp&#252;lmaschine ausr&#228;umen?</p>
<p><span id="more-401"></span>Gut. Zugegeben: es gibt auch sch&#246;ne Dinge im Leben. Aber an die erinnert man sich meist kaum, weil die schlechten Dinge so unheimlich dominant sind. Warum hat sich der Mensch dieses System ausgedacht? Ein System, welches einem vorschreibt, dass man fr&#252;h aufstehen muss um  den ganzen Tag zu arbeiten, dann Geld, also ein Tauschmittel, zu verdienen, um es dann wieder abzugeben. Wer hat sich ausgedacht, dass es unheimlich wichtig ist, ganz viel von dem Tauschmittel zu bekommen und irgendwo zu bunkern? Es ist ein Tauschmittel. Also muss es getauscht werden. Gegen Dinge. Das muss doch reichen, oder?</p>
<p>Wer  hat sich ausgedacht, dass es eigentlich eine Grundbedingung ist, sich gegenseitig zu verarschen? Vertr&#228;ge, Abonnements und der einfache „Warentausch“ (also das Einkaufsprozedere) – nichts geht mehr ohne Kleingedrucktes, ohne Selbstbereicherungsklauseln, ohne Gewinnmaximierungsgedanken und ohne dem Motto „Ich hab mehr als du“.</p>
<p>Wer hat sich ausgedacht, dass man immer besser sein muss als der andere? Schneller, h&#252;bscher, d&#252;nner, leichter, witziger, kreativer, belastbarer, flexibler. Was soll man denn noch alles sein? Kann man nicht einfach einmal sein was man ist? N&#228;mlich Mensch?</p>
<p>Hat der der einfache Bauer Weinfried fr&#252;her auch dem Viehh&#228;ndler Siegmund eine halbe Kartoffel zu wenig in den Korb gepackt und sich dann wie ein Schnitzel dar&#252;ber gefreut?</p>
<p><strong>Alle reden vom Fortschritt. Wenn er das ist, dann ist Fortschritt ein R&#252;ckschritt.</strong></p>
<p><strong>Alles hat Grenzen, nur die Dummheit ist unendlich.</strong></p>
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		<title>&#8220;Geld macht nicht gl&#252;cklich!&#8221; Pah. L&#252;gner!</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Dec 2008 11:01:18 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Ohne Worte


unemploymentality.com - da hab ichs gefunden

]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ohne Worte</p>
<p><span id="more-343"></span></p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-345" title="toilet-paper-thieves1" src="http://clairdeluneblog.files.wordpress.com/2008/12/toilet-paper-thieves1.png" alt="toilet-paper-thieves1" width="357" height="454" /></p>
<p><a href="http://unemploymentality.com/" target="_blank">unemploymentality.com </a>- da hab ichs gefunden<a href="http://unemploymentality.com/" target="_blank"><br />
</a></p>
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		<title>To-go f&#252;r das Zuhause-Gef&#252;hl. Eine Welt der Verbesserung voll mit kaltem Kaffee.</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Jul 2008 06:35:52 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[H&#246;her. Schneller. Weiter. – Dieses Motto ist irgendwie nicht nur Motto im sportlichen Sinne, sondern irgendwie auch im Sinne des gesamten Universums. Der Mensch, bekanntlich ein M&#228;ngelwesen, hat bei seiner Entstehung irgendwie ein kleines, feines, aber sehr nerviges Gen abgekommen. Das Verbesser-Gen. Der Mensch muss immer alles verbessern. Er muss Dinge schneller, sch&#246;ner, leichter, schwerer, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://bp0.blogger.com/_XdncG1EyOjo/SFka5aD4rOI/AAAAAAAAAGs/OfV1nTcRDog/s1600-h/coffee.jpg"><img style="float:left;cursor:pointer;margin:0 10px 10px 0;" src="http://bp0.blogger.com/_XdncG1EyOjo/SFka5aD4rOI/AAAAAAAAAGs/OfV1nTcRDog/s200/coffee.jpg" border="0" alt="" /></a>H&#246;her. Schneller. Weiter. – Dieses Motto ist irgendwie nicht nur Motto im sportlichen Sinne, sondern irgendwie auch im Sinne des gesamten Universums. Der Mensch, bekanntlich ein M&#228;ngelwesen, hat bei seiner Entstehung irgendwie ein kleines, feines, aber sehr nerviges Gen abgekommen. Das Verbesser-Gen. Der Mensch muss immer alles verbessern. Er muss Dinge schneller, sch&#246;ner, leichter, schwerer, kleiner, hygienischer, lauter, leiser, aerodynamischer, wuchtiger, imposanter, h&#246;her, tiefer, skurriler, normaler, abgehobener, minimalistischer, protziger und weltverbessernder machen. Fortschritt ist ja gut. Keine Frage. Aber h&#228;lt das st&#228;ndige Forschen nach dem Fortschritt nicht manchmal auch ein wenig auf? L&#228;sst es den Menschen nicht schon wieder zur&#252;ck fallen? Zeitlich und auch geistig? Es engt ein, es macht Druck, es bestimmt, es reguliert es dr&#228;ngt. Der Fortschritt bleibt dabei auf der Strecke.<br />
Beispiel: Die Kaffeemaschine.<br />
Die L&#228;den, Versandh&#228;user und TV-Bildschirme werden &#252;berh&#228;uft mit Angeboten. Angeboten, die protzig gepriesen und modern verkauft an den Kunden verdingdangelt werden sollen. Angebote, die das Leben so erheblich einfacher machen und den Lebenswert ins Unermessliche steigern. Angebote wie die ultramodernen neuen Eins-fix-drei-der-Style-Kaffee-ist-fertig-Maschinen. Ein Pad rein, Knopf gedr&#252;ckt und da steht es: das Szene-Getr&#228;nk, bestehend aus einer Mischung Lifestyle, Minimalismus und Komfort, gemixt mit etwas Sirup, Sahneschaum und auch etwas &#8220;Rotem-Teppich-Gef&#252;hl&#8221;. Ach ja. Kaffee war auch noch drin. Impliziert wird damit, dass das Leben jetzt schneller geht, das Leben einfach bunter ist und man sich schon am fr&#252;hen Morgen wie ein VIP f&#252;hlen kann, weil man einen self-made-Latte trinken kann. Da kann man auch gleich dar&#252;ber hinweg sehen, dass der Bademantel, den man tr&#228;gt an der Seite auftrottelt und die Haare noch nicht gek&#228;mmt sind. Trotzdem ist man irgendwie hip. Au&#223;erdem sehen die Maschinen ja auch sehr dekorativ aus. Wie hypermoderne Raumschiffe im Raum-Zeit-Kontinuum stehen sie da, werden l&#228;ngst zu einem unentbehrlichen Accessoire der Wohnungseinrichtung. Man sollte eine haben, auch wenn man gar keinen Kaffee trinkt.<br />
Das ist er also. Der Fortschritt. Doch warum schreiten wir mit der Kaffeemaschine voran? War die Alte nicht mehr gut genug? Schmeckt der Kaffee denn nicht, wenn er nicht aus einem spacigen Automaten-Raumschiff geschossen kommt? Der Druck sich eines solchen Apparates anzunehmen ist gro&#223;. Vor allem wenn man zu Hause noch eine gut funktionierende Alte (gemeint ist die Kaffeemaschine) hat. Der Fortschritt wandelt sich zu einem R&#252;ckschritt. Denn was ist mit dem sch&#246;nen, klassischen Blubberger&#228;usch, wenn die Retro-Maschine den braunen Zaubertrank anr&#252;hrt. Es geht nichts &#252;ber das Einf&#252;llen des gemahlenen Kaffees in den Filter. Es geht nichts &#252;ber den 4. L&#246;ffel Kaffee (f&#252;r den Geschmack). Schon das Falten der Falter- &#228;h-Filtert&#252;ten ist ein Ereignis. Und der Geruch, der sich breit macht, w&#228;hrend die Maschine den Kaffee verkochblubbert…traumhaft. Das riecht nach reichhaltigem Fr&#252;hst&#252;ckstisch, nach zu Hause, nach Wohlf&#252;hlen und Mensch sein. Diese 10 Minuten werden einem mit dem vermeintlichen Fortschritt gestohlen. Es kann nicht schnell genug gehen in dieser Gesellschaft. War der Mensch bisher &#8220;gezwungen&#8221; diese 10 Minuten mit der Retro-Maschine zu verbringen, am fr&#252;hen Morgen auf sie zu warten, durchzuschnaufen, tief einzuatmen und einfach Mensch zu bleiben, so ist er jetzt zur Schnelligkeit verdammt. Die neuen Maschinen nehmen einem ein sch&#246;nes Ritual. Sie geben einem nur Schnelligkeit und ein &#8220;to-go-Gef&#252;hl.&#8221;<br />
Zu-Hause-to-go. Widerlich. Mal ehrlich sein – wer will das schon</p>
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		<title>So frei und so kriminell…</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Jul 2008 06:33:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wir sind frei. Jawohl. Wir leben in der Bundesrepublik Deutschland. Bekannterma&#223;en handelt es sich dabei um ein Land, in welchem die Demokratie stark geachtet und auch praktiziert wird. Da kann man sich doch aber gl&#252;cklich sch&#228;tzen oder? Immer k&#246;nnen wir alles machen. Wir Gl&#252;ckskinder. Wir haben alle Rechte, die wir brauchen. Gut, wir haben auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://bp1.blogger.com/_XdncG1EyOjo/SFJD_LNJOyI/AAAAAAAAAFo/PQNXXK1G5rA/s1600-h/closed+door2.jpg"><img style="float:left;cursor:pointer;margin:0 10px 10px 0;" src="http://bp1.blogger.com/_XdncG1EyOjo/SFJD_LNJOyI/AAAAAAAAAFo/PQNXXK1G5rA/s200/closed+door2.jpg" border="0" alt="" /></a>Wir sind frei. Jawohl. Wir leben in der Bundesrepublik Deutschland. Bekannterma&#223;en handelt es sich dabei um ein Land, in welchem die Demokratie stark geachtet und auch praktiziert wird. Da kann man sich doch aber gl&#252;cklich sch&#228;tzen oder? Immer k&#246;nnen wir alles machen. Wir Gl&#252;ckskinder. Wir haben alle Rechte, die wir brauchen. Gut, wir haben auch Pflichten, aber das sei mal dahin gestellt. Nun gut. Wir k&#246;nnen fr&#252;h aufstehen und uns denken: &#8220;Von welchem Recht mach ich denn heut mal Gebrauch? Hmm. Ich k&#246;nnte eine Demo anmelden. Oder ich k&#246;nnte mich an die Stra&#223;enecke neben dem B&#228;ckerladen von Mirco Krawupzek, bei dem es immer so sch&#246;n nach fettigem Bl&#228;tterteig-Geb&#228;ck duftet, stellen und ganz laut meine Meinung sagen. So &#252;ber alles und jeden, ohne Beleidigungen. Das darf ich schlie&#223;lich. Und ich darf zum Gl&#252;ck glauben woran ich will. Vielleicht glaube ich heute mal an Sororeiron – dem methylenischen Atylen-Gott. Das darf ich auch. Oder ich k&#246;nnte mich treffen. Mit ganz vielen Menschen. Versammlungsfreiheit w&#228;re das. Gro&#223;artig! Eine tolle Erfindung, diese Demokratie.<br />
Hmm. Aber irgendwie scheint es einen Fehler in der Matrix zu geben. Die Theorie ist gut und es steht auch alles ganz sch&#246;n da, in diesem Grundgesetz-Schm&#246;cker. Aber dennoch hakt es doch irgendwie oder? Denn Pflichten hat man ja auch. Zum Beispiel: f&#252;r die eigenen Gesundheit vorsorgen und sich versichern, sich irgendwann fortzupflanzen und f&#252;r Nachwuchs zu sorgen und auch dem Staat in Form von Arbeitskraft dienlich zu sein.<br />
Wenn man aber nun versucht, seine Pflichten zu erf&#252;llen, entstehen Konflikte:</p>
<h3>Beispiel 1</h3>
<p>Ich darf alles machen und tun soweit es nicht illegal ist. Aber ich darf nicht krank werden. Schon gar nicht am Quartalsende. Wenn ich krank bin, verursache ich Kosten. Ich gehe damit genervten &#196;rzten auf den Zeiger und strapaziere das heilige Medizinbudget. Das darf ich nicht. Ich darf auch nicht nach Medikamenten fragen. Es sei denn ich bezahl sie komplett selber. Ich darf aber auch nicht auf die Krankenversicherung verzichten. Denn wenn ich das tue, darf ich kein Krankenhaus betreten und verlangen, dass mir mein abgehacktes Bein wieder angen&#228;ht wird. Komisch. Krank werden ist also illegal.</p>
<h3>Beispiel 2</h3>
<p>Ich darf kein Baby kriegen wann ich will. Denn wenn ich das plane, wann ich will, dann werde ich nie einen Job bekommen. Ich muss ein paar Jahre gearbeitet haben – egal ob ich Mitte 30 bin und die biologische und sehns&#252;chtige Uhr fast schon zerplatzt vor Ticken. Ich darf nicht, ich darf nicht, ich darf nicht. Baby kriegen wann man will, ist also illegal.</p>
<h3>Beispiel 3</h3>
<p>Ich darf mich nicht selbst weiterbilden, solang ich vom Staat unterst&#252;tzt werde. Ich darf mir nicht selbst ein Praktikum suchen um den Lebenslauf aufzuh&#252;bschen und die Jobchancen zu erh&#246;hen. Das Praktikum muss vom Amt bewilligt und ausgesucht sein. Ansonsten krieg ich keine Unterst&#252;tzung mehr. Sich weiterbilden und qualifizieren ist also illegal.<br />
Das Einhalten der Pflichten f&#252;hrt also zum Ausf&#252;hren krimineller Tatbest&#228;nde?<br />
Ergo: Ist unsere Demokratie nicht eigentlich illegal?</p>
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		<title>Vom Aufschwung. Oder vom Callcenter-Wolf im Marketing-Schafspelz.</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Jul 2008 06:27:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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Deutschland ist Spitze. Spitze im Senken der Arbeitslosenzahlen.

 




„Die Arbeitslosigkeit sinkt in Deutschland schneller als im EU-Durchschnitt. Und auch in der Eurozone geh&#246;rt die Bundesrepublik zu den Spitzenreitern beim Abbau der Arbeitslosenzahlen, wie aus Zahlen des Europ&#228;ischen Statistikamtes (Eurostat) hervorgeht. Eurostat zufolge waren im Januar 6,8 Prozent aller Erwerbst&#228;tigen in der EU ohne Arbeit. F&#252;r [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://bp2.blogger.com/_XdncG1EyOjo/R_YV9qJI23I/AAAAAAAAAFA/dhJSLFNvfYI/s1600-h/statistics_bw.jpg"><img style="float:left;cursor:hand;margin:0 10px 10px 0;" src="http://bp2.blogger.com/_XdncG1EyOjo/R_YV9qJI23I/AAAAAAAAAFA/dhJSLFNvfYI/s200/statistics_bw.jpg" border="0" alt="" /></a></p>
<div>
<div><a href="http://bp0.blogger.com/_XdncG1EyOjo/R8_kF_r0qVI/AAAAAAAAAEE/o5CLPc-lkvM/s1600-h/statistics.jpg"></a></p>
<blockquote>
<div><strong><span style="color:#ffffff;">Deutschland ist Spitze. Spitze im Senken der Arbeitslosenzahlen.<br />
</span></strong><br />
<em> </em></div>
<div></div>
<div></div>
<div></div>
<div></div>
<div><em>„Die Arbeitslosigkeit sinkt in Deutschland schneller als im EU-Durchschnitt. Und auch in der Eurozone geh&#246;rt die Bundesrepublik zu den Spitzenreitern beim Abbau der Arbeitslosenzahlen, wie aus Zahlen des Europ&#228;ischen Statistikamtes (Eurostat) hervorgeht. Eurostat zufolge waren im Januar 6,8 Prozent aller Erwerbst&#228;tigen in der EU ohne Arbeit. F&#252;r Deutschland errechneten die Statistiker in Luxemburg eine Arbeitslosenquote von 7,6 Prozent im Januar. Das war zwar mehr als im EU-Durchschnitt. Aber der Abstand hat sich binnen Jahresfrist deutlich verringert. Im Januar 2007 lag die deutsche Quote noch um 1,2 Punkte h&#246;her, die europ&#228;ische sank seither nur um 0,7 Punkte.“</em></div>
</blockquote>
<div>(<a href="http://www.tagesschau.de/wirtschaft/arbeitslosigkeit16.html" target="_blank">Quelle</a>)</p>
<p>Das klingt doch super. Mensch, wir haben es geschafft. Das Elend scheint bald ein Ende zu haben. Unb&#228;ndiger Wohlstand, eine Umkehr des finanziellen Ruins vieler Familien, Existenzsicherung, Luxus der Deutschen, Urlaub, Reisen und Genie&#223;en und einfach mal im Supermarkt die Waren aus den oberen Regalen greifen – das ist es was uns allen bevorsteht. Genial. Wir k&#246;nnen stolz darauf sein und der Zukunft ins Auge sehen. Ohne Angst als furchtlose Konsumgeier bald die Wirtschaft weiter ankurbeln, kaufen, ausgeben und investieren. Deutschland ist im Aufschwung.</p>
<p>So oder so &#228;hnlich klingt es, wenn man Prognosen von fettleibigen Politikern lauscht, Statistiken und &#252;berdimensionierte Diagramme sieht, die uns das leibliche und finanzielle Wohl versprechen. Doch ist die Kunst der Vermarktung der eigenen Leistungen schon immer Politikersache gewesen. Und so ist es nicht weiter verwunderlich, wenn diese als Schaumschl&#228;ger und Illusion&#228;re enttarnt werden. Einfach gesagt: das alles ist reinste Utopie, Lug und Betrug, T&#228;uschung. Kriminell und unmoralisch. Denn es stimmt einfach nicht. Es ist gelogen.</p>
<p>Es mag sein, dass die Zahlen auf dem Papier schwinden wie Sonderangebote im Supermarkt. Sie werden kleiner, fast unsichtbar. Dar&#252;ber wird viel lamentiert, es wird gepriesen und es wird dar&#252;ber geredet. Wor&#252;ber nicht geredet wird, ist das „Wie“. Wie ist die Senkung m&#246;glich, warum sind die Zahlen auf einmal so niedrig? F&#252;r die, die gerade immer noch eine Besch&#228;ftigung suchen, wird dies schnell klar. Die Zauberw&#246;rter hei&#223;en „Zeitarbeit“ und „Niedriglohn“. Der Markt ist &#252;bers&#228;ttigt, wir brauchen Akademiker und Fachkr&#228;fte, hei&#223;t es. Doch es gibt sie. Es gibt viele von ihnen. Sie suchen und recherchieren, doch sie werden nicht f&#252;ndig. Und bevor sie gar nichts haben, landen sie&#8230;na wo? Genau. Bei einem miserabel bezahlten Job auf Zeit. So passiert es schnell, dass der gut ausgebildete Sprachwissenschaftler f&#252;r einen Hungerlohn Intimpflegeprodukte am Telefon verkauft. Mehr oder minder gut. Daf&#252;r bekommt er, in Ostdeutschland, 6,70€ pro Stunde. Jeden Morgen hei&#223;t es f&#252;r den Akademiker „Aufstehen, Hirn ausschalten und Verstand wegschmei&#223;en und auf Arbeit gehen, sich verstellen, sich missbrauchen lassen und gutgl&#228;ubigen Menschen das widerw&#228;rtige Elend aufschwatzen“. Rot werden dabei ist erlaubt. Der Geprellte sieht es ja nicht und der L&#252;gen-Detektor im Telefon ist ja noch nicht erfunden. Jeden Tag hei&#223;t es dann „Guten Tag, mein Name ist Bettina Hundebein, ich rufe Sie im Auftrag der Intimcare AG aus Berlin an. Ich h&#228;tte gern denjenigen in Ihrem Haushalt gesprochen, der bei der letzten Mondfinsternis den besten Stuhlgang und genau an diesem Tag Namenstag und zudem noch einen Tag danach Geburtstag hatte und der die mittelgr&#246;&#223;te Schuhgr&#246;&#223;e hat. Sie sind dran? Wunderbar Frau Schnitzeltisch. Frau Schnitzeltisch, haben Sie eventuell kurz Zeit? Ich habe da ein unwiderstehliches Angebot f&#252;r Sie. Frau Schnitzeltisch, juckt es sie manchmal? Egal wo, egal wann. Wir haben da was f&#252;r Sie. &#8230;.Wunderbar. Zum Aktionspreis: sie erhalten 4 Cremed&#246;schen zum Preis von 10. Damit es sich auch lohnt. Vielen Dank. Wenn Sie m&#246;gen, bel&#228;stigen wir Sie von nun an t&#228;glich. Und wenn Sie nicht m&#246;gen, auch.“<br />
Niveauvoll. Geistreich. Und gewinnbringend. Nur weder f&#252;r den Niedriglohnempf&#228;nger noch f&#252;r den Geprellten. Sondern nur f&#252;r das Unternehmen.</p>
<p>Mittler zwischen gierbesetzem Reichtum und finanziell Bed&#252;rftigen</p>
<p>Nun leben wir ja in einer Zeit, in der es schick ist, viel zu arbeiten, immer busy zu sein, Gewinne zu erzielen und die Menschlichkeit straff auf der linken Spur zu &#252;berholen. Zeit ist knapp und wird zum Luxusgut. So h&#228;lt ein Unternehmen alle Dinge f&#252;r l&#228;stig und &#252;berfl&#252;ssig, wenn man aus ihnen nicht sofort Millionen binnen Sekunden scheffeln kann. Ergo: man besch&#228;ftigt sich nur mit dem Gewinnbringendem, das Langweilige, aber N&#246;tige, l&#228;sst man verrichten. So plagt sich kaum noch ein Unternehmen mit der Personalbeschaffung. Keine Zeit und kein Geld f&#252;r eine anst&#228;ndige Human Resources- Abteilung, die sich ihr Personal selbst ran holt. Stellenangebote zu ver&#246;ffentlichen, hunderte Bewerbungsmappen in grau, schwarz, gr&#252;n oder auch per Email mit 10 MB Anhang zu bekommen, auseinander zu nehmen, auch noch zu lesen, zu beurteilen, zu schreddern oder Bewerber schlie&#223;lich einzuladen ist nicht „gruwi“ genug. Das nervt, kostet Zeit, Papier und zu viele Mausklicks und verstopft das Outlook. Diese wichtige, aber nervige Angelegenheit, wird ausgegliedert, an andere vergeben. So entstanden sie. Die Zeitarbeitsfirmen, die Personalvermittler und Beratungsagenturen. Es gibt sie &#252;berall. Kaum ein Stellenangebot wird vom Unternehmen selbst ver&#246;ffentlicht. Fast immer verstecken sie sich hinter der „Ichfindedenpassendjobf&#252;rdich Gmbh“ oder der „Schnappdirdeinentraumjob AG“. Im Grunde ist daran auch gar nichts auszusetzen. Wirklich. Echt. Nur sind die Verfahrensweisen einiger dieser „Helfer in Not“ manchmal sehr fragw&#252;rdig. Zuvor sei gesagt: es sind nicht alle von der Sorte. Es gibt nat&#252;rlich auch seri&#246;se Mittler. Die Rede ist hier nur von einigen schwarzen Schafen. Diese scheinen sich wie kleine Insekten in den Jobb&#246;rsen rumzutreiben, umschwirren alle m&#246;glichen Stellenangebote, spinnen sie in ihr Netz und geben sie erst heraus, wenn man alle pers&#246;nlichen Daten bei Ihnen abgeliefert hat. Den Namen des Unternehmens, bei dem man seine Zukunft verbringen soll, gibt’s ganz am Schluss. Auch alle &#252;brigen Informationen sind eher zweitrangig. Was interessiert auch der Name, die Branche oder der Standort des zuk&#252;nftigen Arbeitgebers? Eine Identifikation mit dem Brotspender geht auch v&#246;llig ohne, die Stellenbeschreibung muss reichen. Wie dreist, mehr &#252;ber seine Zukunft wissen zu wollen. Nicht selten muss man f&#252;r das Arbeiten auch noch bezahlen. Klingt komisch, ist aber so. Private Arbeitsvermittler m&#252;ssen ja auch schlie&#223;lich Geld verdienen um ihre Schnitte f&#252;r das Abendbrot bezahlen zu k&#246;nnen. Und damit da nicht jeden Abend nur Salami drauf ist, sondern auch mal R&#228;ucherlachs mit Honig-Senf-Sauce, sind die Honorare ordentlich. Der Honorarschein ist das Erste wor&#252;ber einem berichtet wird. Den hat man auch eher in der Hand, als das man seine Jacke auf den wackeligen Jackenst&#228;nder geh&#228;ngt hat. Die Eignung f&#252;r die zuk&#252;nftige Stelle hat auch nicht unbedingt oberste Priorit&#228;t. Hauptsache die Richtung stimmt, der Bewerber muss 2 gesunde Beine haben, einen Satz gerade aus sprechen k&#246;nnen und er braucht mindestens einen Arm. Zum Unterzeichnen des Honorarvertrages. Den zweiten Arm braucht er nicht – denn bei der vermittelten T&#228;tigkeit tr&#228;gt man ein Headset. Das d&#252;rfte also alles kein Problem sein.</p>
<p>Hassjobs im Faschingskost&#252;m</p>
<p>Es gibt sch&#246;ne Arbeiten und unsch&#246;ne T&#228;tigkeiten. Der Anspruch den man an seinen Job hat, hat viel mit der Ausbildung zu tun – aber noch mehr mit dem menschlichen Faktor: das sich Wohlf&#252;hlen, die Identifikation mit der Arbeit und dem Arbeitgeber. Niedrig bezahlte Jobs f&#252;r weniger hoch qualifizierte Arbeitnehmer m&#252;ssen nicht zwangsweise unmoralisch und ethisch unvertretbar sein. Das hat keiner verdient. Dies haben jedoch noch nicht alle Arbeitgeber erkannt. Zu gro&#223; ist das Gesch&#228;ftsdenken, der Wille nach Gewinnmaximierung und Streben nach dem wirtschaftlichen Erfolg. So gibt es zahlreiche Job, bei denen die Menschenw&#252;rde auf der Strecke bleibt. Gemeint sind T&#228;tigkeiten im Vertrieb und Verkauf – sie bel&#228;stigen die Gesellschaft und belasten die Ausf&#252;hrenden. Diese Jobs sind unattraktiv und ungeliebt. Doch wie bringt man diese Nervfaktoren an den Mann? Klar. Man schiebt sie in ein passendes Outfit, „h&#252;bscht sie auf“ , macht sie attraktiver. Doch nicht etwa mit einer h&#246;heren Bezahlung oder genialen Arbeitsbedingungen. Nein. Falsch gedacht. Man gibt ihnen einfach einen anderen Namen. Vokabularfasching. Namens-Make-up. Bezeichungs-Lifting. So wird aus einem einfachen Call Center – Job ein attraktives Etwas. Es zieht an, t&#228;uscht vor, tr&#252;gt und verwirrt. Und so bewirbt man sich in der Hoffnung in dem Stellenangebot des „Sales Assistant“, „Marketing Assistant“ oder „PR-Fachkraft“ den Traumjob zu finden, seiner Kreativit&#228;t freien Lauf lassen zu k&#246;nnen, Zufriedenheit zu erlangen und endlich Berufserfahrung zu sammeln. Mit zitternden Knien begeht man das Bewerbungsgespr&#228;ch, &#252;bersteht Stunden voller Aufregung, f&#246;nt seine Haare elendlang bis sie auch wirklich sitzen, wartet und hofft. Und dann? Dann hat man ihn: den Call-Center-Job. Endlich darf man das machen, worauf man so lange NIE gewartet hat. Man darf andere Menschen bel&#228;stigen und bel&#252;gen und daf&#252;r kaum Geld verdienen. Aus der verhofften Stelle im Bereich Marketing wurde eine Vertriebsposition auf Honorarbasis. Die Aufgabe des Sales Assistant ist es, m&#246;glichst viele elektrische Hornhautentferner zu verkaufen. Die PR-Fachkraft muss auf einmal sich selbst reinigende Gummilaken f&#252;r die Betten von alzheimerischen Rentnern bewerben und zus&#228;tzlich noch Marktforschung betreiben. Dabei handelt es sich um 300-min&#252;tige Interviews zum Thema Darmt&#228;tigkeit nach Einnahme von linksdrehenden Joghurt-Kulturen. Ein (Alb-)Traumjob. Das soll es nun sein? Sicherlich ist es legal menschenverachtende T&#228;tigkeiten zu kost&#252;mieren und so an den Mann zu bringen. Ein Gesetz f&#252;r passende T&#228;tigkeitsbezeichnungen gibt es in der freien Wirtschaft wohl nicht. Obwohl es angebracht w&#228;re, denn genormt wird in diesem Land alles – sogar Salatgurken. Doch ist es ein ethisches Verbrechen. Unmoralisch und deshalb kriminell. Ein seelischer und mentaler Missbrauch von hoffnungsertr&#228;nkten, arbeitssuchenden Seelen, die ein zufriedenes Berufsleben f&#252;hren wollen.</p>
<p>Aber was solls. Hauptsache man hat einen Job. Hauptsache man hat die Lohnsteuerkarte abgegeben und zahlt seine Krankenversicherung. Im Grunde ist es doch v&#246;llig egal was man tut. Es gibt viel Schlimmeres. Schlie&#223;lich k&#246;nnte man auch kriminell werden, alte Omis ausrauben, aus Langeweile Enten in den Teich schubsen und kleinen Kindern auf der Stra&#223;e den Keks klauen. Das w&#228;r in der Tat viel schlimmer. Und im Endeffekt ist ja alles wunderbar, denn:</p>
<p>Die Zahlen stimmen und Deutschland ist im Aufschwung. Doch wann nimmt es seine B&#252;rger dabei auch mit?</p></div>
</div>
</div>
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		<title>Der Arzt, dein Freund und Helfer. Ein Rechenbeispiel.</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Jul 2008 06:25:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Gesundheitswesen]]></category>
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Hurra. Wir leben in Deutschland. Hoch zivilisiert. Modern und fortschrittlich. Man braucht nur etwas wollen und Zack! – man bekommt es. Es gibt nichts, was es nicht gibt. Alles ist m&#246;glich. Service, Dienstleistungen, hoch entwickelte Industrie, Forschung und Medizin. So auch das Gesundheitswesen. Best&#228;ndig, vertraut und vertrauenserweckend. Moderne Kliniken, Chirurgen, Lasertechniken, Operieren ohne Aufschnippeln, Katheder, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://bp3.blogger.com/_XdncG1EyOjo/R8MPbpzcC-I/AAAAAAAAADM/JxPW59TTWIM/s1600-h/dollar+pills.jpg"><img style="display:block;cursor:hand;text-align:center;margin:0 auto 10px;" src="http://bp3.blogger.com/_XdncG1EyOjo/R8MPbpzcC-I/AAAAAAAAADM/JxPW59TTWIM/s320/dollar+pills.jpg" border="0" alt="" /></a></p>
<p>Hurra. Wir leben in Deutschland. Hoch zivilisiert. Modern und fortschrittlich. Man braucht nur etwas wollen und Zack! – man bekommt es. Es gibt nichts, was es nicht gibt. Alles ist m&#246;glich. Service, Dienstleistungen, hoch entwickelte Industrie, Forschung und Medizin. So auch das Gesundheitswesen. Best&#228;ndig, vertraut und vertrauenserweckend. Moderne Kliniken, Chirurgen, Lasertechniken, Operieren ohne Aufschnippeln, Katheder, CTs, R&#246;hren und Ultraschall. Grandios. Was k&#246;nnte es Besseres geben? Nur einen Fehler hat das Ganze: irgendwie kann man es nicht nutzen. Nun gut, manchmal ist es bestimmt ganz gut, Dinge zu haben, die zwar nicht funktionieren aber einfach sch&#246;n sind. Jedoch will dies beim Gesundheitssystem so gar keinen Sinn machen. <strong>Eine Probleml&#246;sung muss her. L&#246;sungen beinhalten Logik. Logik ist Mathematik. Also wird das Problem „weg gerechnet“. M&#252;sste funktionieren oder?<br />
</strong><br />
Im Prinzip ist es doch eine ganz einfache Rechnung. Man nehme eine Krankheit, eine Chipkarte und einen Arzt, mische diese Bestandteile in einem proportionalen Verh&#228;ltnis, addiere noch ein wenig Zeit und – Taaadaaaaaa &#8211; das Ergebnis ist: Nichts! Ziel der Rechnung war eigentlich der erfolgreiche Arztbesuch mit anschlie&#223;ender Genesung. Doch es scheint sich der Fehlerteufel eingeschlichen zu haben. <strong>Fehler in der Rechnung oder Fehler im System?</strong> Dass die Sachaufgabe nicht einfach mit dem Erstellen von „Gegeben“, „Gesucht“ und der passenden Formel aus dem Tafelwerk funktioniert ist auf das Einwirken zahlreicher Unbekannter (&#8230;Variablen X) zur&#252;ck zuf&#252;hren. Diese lassen sich einfach ermitteln, jedoch nicht so einfach extrahieren – oder ausklammern.</p>
<p><strong>Schritt 1: Ermittlung der Unbekannten X</strong></p>
<p><strong>Die Unbekannte T – Zeit</strong><br />
Ein Arztbesuch ist ein nicht eingerechneter Aufenthalt an einem sich meist &#246;rtlich entgegengesetzt vom Arbeitsort befindlichen Platz. Unwissenschaftlich ausgedr&#252;ckt: man m&#252;sste eigentlich p&#252;nktlich 7:30 Uhr in der Firma sein, doch dies kollidiert mit dem Vorhaben seinen Hausarzt aufzusuchen. Auch nach Arbeitsschluss, meist 18:30 Uhr ist dies nicht so einfach umzusetzen. Der Arbeitgeber ist der festen &#220;berzeugung, Karriere bedeutet volle Hingabe und Umsetzung der Interessen des Chefs und der Firmenphilosophie. Diese setzt einen Hang zum Untertan-Sein und zur folgsamen Arbeitsausf&#252;hrung kurz nach dem Aufstehen bis zum Zu-Bett-Gehen voraus. Oft wird sie begleitet von einem v&#246;lligen R&#252;ckzug aus dem sozial-gesellschaftlichen Leben. <strong>Welche Institution ist vor 7 Uhr fr&#252;h oder nach 19 Uhr am Abend noch offen?</strong></p>
<p><strong>Die Unbekannte C – Chef<br />
</strong>Das Vorhaben seine, vielleicht ansteckende, Krankheit heilen zu lassen wird vom Wohlwollen des Chefs beeinflusst. Wetter, Befindlichkeiten, gute oder schlechte Laune, Sympathie oder einfach nur ein schlechter morgendlicher Stuhlgang sind Faktoren, die die Entscheidung des Chefs f&#252;r die Wahrnehmung eines Arzttermins erheblich beeinflussen. Sind diese Faktoren eher negativ belastet, gibt es ein „Nein, Sie d&#252;rfen heute nicht eher gehen!“. Hat der morgendliche Stuhlgang beim Chef gut geklappt, kann er sich eventuell zu einem „Ja, Sie d&#252;rfen eher gehen, aber das arbeiten Sie nach“ hinrei&#223;en.</p>
<p><strong>Die Unbekannte &#214; – &#214;ffnungszeiten des Arztes</strong><br />
Sind die Unbekannten T und C &#252;berwunden und erfolgreich ausgeklammert, gilt es die Unbekannte &#214; zu isolieren oder umzuwandeln. &#214; ist insofern schwierig, als dass man nicht selten vor verschlossener Arztpraxis steht obwohl einem die Krankheit sehr zu schaffen macht. Nachmittagssprechstunden sind selten, fast schon ausgestorben. Wenn es sie gibt, sind sie sehr kurz. Wie hei&#223;t es so sch&#246;n: in der K&#252;rze liegt die W&#252;rze oder auch Qualit&#228;t statt Quantit&#228;t. Dies l&#228;sst einen hoffen.</p>
<p><strong>Die Unbekannte K in Kombination mit der Variablen T – Krankenkasse und Termin</strong><br />
Das Gesundheitssystem Deutschlands ist perfekt ausgekl&#252;gelt. Es gibt Krankenkassen – die Helfer in der Not. Man kann gesetzlich oder privat versichert sein. Beide versprechen Hilfe, doch ist die Eine sinnlos und die Andere sinnbefreit. Die gesetzliche Krankenkasse ist ein Phantom. Es gibt sie, aber keiner hat was von ihr. Monatlich zahlt man Unmengen vom hart erarbeiteten Lohn in die eben Erw&#228;hnte ein. Ob man krank wird und sie nutzt, ist egal. Hauptsache man zahlt. Wenn man sie dann braucht, ist sie nicht da. Nein, sie hilft nicht, sondern sie degradiert sogar. Gesetzlich versichert impliziert: du bist ein armer Schlucker und kannst dir mehr als einen Schnupfen nicht leisten. Voll versagt und sozial benachteiligt. Die Private ist nicht weniger sinnbefreit. Das Einzige was sie dir gibt, ist den Einlass zum Tor der Mediziner. Auch wenn der Arzt vor wenigen Sekunden noch der &#220;berzeugung war, keine freien Termine zu haben, findet er bei der Erw&#228;hnung der Privatversicherung doch noch das ein oder andere Zeitfenster. „Sind sie privat versichert?“ – Die Frage, die bei den Privilegierten Erleichterung schafft.</p>
<p><strong>Die Unbekannte W – Wartezeit</strong><br />
Hat man es geschafft, die heiligen Hallen der Praxis zu betreten, wurde man aufgefordert die Sachen abzulegen und im Wartebereich Platz zu nehmen, wird man von Gl&#252;cksgef&#252;hlen heimgesucht. Vorsichtig und mit Endorphinen gef&#252;llt durchschreitet man die T&#252;r zum Wartezimmer. „Guten Tag“, murmelt man und erahnt ein von Grunzlauten, Halskratzen und schlechter Laune getr&#252;btes „Tach“ der &#252;brigen Mit-Warter. Man nimmt Platz. Es ist eng, die St&#252;hle aneinander gesteckt. Die Beinfreiheit ist ein Wunschgedanke, die Tasche auf dem Scho&#223; rutscht st&#228;ndig runter. Vor einem steht ein Tisch, voll mit Zeitschriften. „Die Bunte“, „Gala“, „Der R&#228;tselfuchs“ und „Die Aktuelle“. Zerknittert und abgegriffen. Aber das ist egal, Hauptsache Unterhaltung. Die Kreuzwortr&#228;tsel darin sind auch schon gel&#246;st. Nur das „Mittelgebirge in S&#252;dmauretanien“-Feld ist noch leer. Hmm. Bed&#228;chtig liest man Artikel &#252;ber die Queen, Schwedens K&#246;nigsfamilie, Bulimief&#228;lle in Hollywood. Nebenbei h&#246;rt man die Schwestern am Empfang s&#228;useln „So dann kriegen wir noch die Praxisgeb&#252;hr. Was, so ein gro&#223;er Schein? Da m&#252;ssn Se erstma wechsln gehn. Das kriegen wa hier nisch klein.“ Nur gut, dass ich zwei F&#252;nfer hatte, denkt man. Nach zwei Stunden voller Hustenattacken von links und nem juckenden Hautausschlag von rechts ist es dann soweit: „Der N&#228;chste bitte!“ Es ist geschafft. Die Unbekannte W ist geschlagen!</p>
<p><strong>Die Unbekannte A in Kombination mit E– Alter des Patienten und die daraus resultierende Ernsthaftigkeit der Untersuchung</strong><br />
Im Sprechzimmer ist die Erl&#246;sung nach Hilfe so nah – und doch so fern. Die Diagnose wird nicht vom Umstand und vom Ausma&#223; der Krankheit gestellt, sondern vom Erscheinungsbild des Erkrankten abh&#228;ngig gemacht. „Sie sind ja noch so jung. Da hat man so was nicht. Das ist nix Schlimmes. Kamillentee trinken wird helfen.“ – Bitte? Das wars? Nur weil man das Rentenalter noch nicht erreicht hat, k&#246;nnte es nichts Ernsteres sein? Keine weiteren Untersuchungen? Keine Vorsorge? Kein R&#246;ntgen, Ultraschall oder wenigstens Blutdruck messen? Stimmt eigentlich. Der Schlaganfall des 30-j&#228;hrigen Bekannten war ja auch nur ein Versehen und eine Laune der Natur. Sachen gibt’s!?</p>
<p><strong>Schritt 2: Der L&#246;sungsversuch</strong><br />
Die einzelnen Komponenten werden auf einer Skala von -10 und +10 eingestuft, um eine Vergleichs- und Berechnungsgrundlage zu schaffen. Je nach Grenzwertigkeit, Neigung und prozentualer Kulanz erhalten sie so folgend eine Bewertungsmessgr&#246;&#223;e.</p>
<p><strong>Gegeben:</strong><br />
- 1 ernstzunehmende Krankheit mit Verdacht auf Schlimmeres<br />
- 1x b&#246;ser und verachtender Blick vom Chef<br />
- bei ihm Aussicht auf Nacharbeit, Spie&#223;rutenlauf, zuk&#252;nftiges Mobbing und<br />
- ein Eintrag in die Personalakte mit dem Bemerk „faul&#8221;<br />
- 1x Arzt mit Budgetstress, Unlust und Befindlichkeiten<br />
- 1x Anfahrtsweg zum Arzt<br />
- 1x Praxisgeb&#252;hr von 10,00 Euro<br />
- einmal Anmeckern lassen weil man es nicht passend hat<br />
- 1x Warten bis im &#252;bervollen Wartezimmer bis ein Platz frei ist: 20 Minuten<br />
- 1x Platz zwischen Grippe, Bronchitis und Lungenkatarrh<br />
- 1x ein bereits ausgef&#252;lltes Sudoku in einer Zeitschrift<br />
- 1x dummer Ratschlag vom Arzt à la:<br />
- „Sie d&#252;rfen nicht so viel arbeiten. Und Rauchen und Kaffee sind auch ungesund“<br />
- (Stimmt, daher kommen wahrscheinlich auch die chronischen R&#252;ckenbeschwerden!)<br />
- Zeitproblem T =+10<br />
- Kulanz des Chefs C= -10<br />
- &#214;ffnungszeiten des Arztes: immer offen, au&#223;er Mo-So; &#214;= -10<br />
- Kein freier Termin weil man bei der Barmer ist, K= -10<br />
- Wartezeit: 2h, W= +10<br />
- Alter und Ernsthaftigkeit der Diagnose: A/E = -10<br />
<strong><br />
Gesucht:<br />
</strong>- ein Arztbesuch, ohne schlechtes Gewissen beim Chef mit anschlie&#223;ender Diagnose = X<br />
- Aussicht auf Heilung</p>
<p><strong>L&#246;sung:<br />
</strong><br />
X setzt sich zusammen aus T, C, &#214;, K, W, A/E</p>
<p>X = T+C+&#214;+K+W+A/E = -20</p>
<p>Dazu werden Frust, schlechte Laune und zunehmendes Unwohlsein addiert.<br />
-20 + 30 = 10</p>
<p>Da die Wurzel allen &#220;bels das System ist, muss davon noch die Wurzel gezogen werden:<br />
Wurzel von 10 = 3,16</p>
<p>Davon m&#252;ssen Lebenslust, Freude am geheilt werden, Motivation und Geduld abgezogen werden.</p>
<p>3,16 – 40 = <strong>- 36,84</strong></p>
<p><strong>Ergebnis:</strong><br />
Das Vorhaben, seine Krankheit heilen zu lassen, das Risiko den Chef zu ver&#228;rgern und zu Hause zu bleiben, liegt dem Ziel zugrunde, das Wohlbefinden, den Tatendrang und die K&#246;rperkraft wiederherzustellen. Das Ziel ist, neben allen beil&#228;ufigen Faktoren, ein Positives. Das ermittelte Ergebnis stellt jedoch eine Zahl im Minusbereich dar. Ergo: Das Ergebnis ist negativ. Folglich ist festzustellen, dass es sich bei dem gesuchten Ziel und dem tats&#228;chlich ermittelten Wert um ein Diskrepanzergebnis handelt.<br />
Das Ziel ist in diesem Land folglich nicht in dem gewollten Rahmen erreichbar.</p>
<p>Auf deutsch: Klappe halten, Kamillentee to go und auf Arbeit gehen. Rumjammern und sich heilen lassen is nicht. Geholfen wird dir eh nicht. Das Stechen im Arm und das und in der Brustgegend sowie das Rasseln in der Lunge sind wahrscheinlich eine Allergien gegen den Alltag oder einfach nur grippale Infekte. Wird schon nicht so schlimm sein, man ist ja schlie&#223;lich noch jung. „Da hat man so was noch nicht!“<br />
<strong>Einfache Rechnung, oder? So leicht kann Mathe sein!</strong></p>
<p><span style="color:#66ff99;"><strong> </strong></span></p>
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		<title>Es lebe Service-Deutschland.</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Jul 2008 06:24:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Deutschland]]></category>
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		<description><![CDATA[Ach. Herrlich. Die Welt ist gro&#223;artig, nicht wahr? Man kann alles kaufen, konsumieren, ranschaffen, sich ausleihen, ersteigern, verkaufen, wegwerfen. &#220;berall stehen einem Dienstleister, Service-Staff (!!) und Ratgeber zur Verf&#252;gung. Grandios. Von wegen Service-W&#252;ste Deutschland. Was habt ihr denn alle nur? Wenn man etwas braucht, kriegt man es auch. Und wenn man bisher noch nicht wusste, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p class="MsoNormal"><span style="font-size:10pt;line-height:115%;font-family:&quot;">Ach. Herrlich. Die Welt ist gro&#223;artig, nicht wahr? Man kann alles kaufen, konsumieren, ranschaffen, sich ausleihen, ersteigern, verkaufen, wegwerfen. &#220;berall stehen einem Dienstleister, Service-Staff (!!) und Ratgeber zur Verf&#252;gung. Grandios. Von wegen Service-W&#252;ste Deutschland. Was habt ihr denn alle nur? Wenn man etwas braucht, kriegt man es auch. Und wenn man bisher noch nicht wusste, dass man es braucht, gibt es wiederrum Ratgeber, die einem sagen, dass man es braucht. Gut, zugegeben: man ben&#246;tigt daf&#252;r auch das n&#246;tige Kleingeld. Der Tauschhandel des 21. Jh. – Ware gegen Geld. So war es schon immer. Heute hei&#223;t es eben: Dumme Ratschl&#228;ge und nichtsbringende Hilfe gegen Geld.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:normal;"><span style="font-size:10pt;font-family:&quot;">Eine Vielzahl dieser Services werden im Netz angeboten: der Mittelaltermarktplatz der Neuzeit. Statt Marktschreier gibt’s Pop-Ups und Rollup-Men&#252;s sowie Werbebanner, statt mittelalterlichem Kopfsteinpflaster gibt’s schicke Suchmasken und designte Frames, die Stimmung und Atmosph&#228;re schaffen. Bezahlt wird mit den Talern und Dukaten des Informationszeitalters: Flatrates, Bonuspoints und Kreditkarten. Die damaligen K&#246;nige, Prinzen und Lehnherren sind heute Medienmogule, Unternehmer und Marketingspezialisten. Die Angebote sind auch anders geworden. Waren es im 16. Jh. noch wams&#228;hnliche K&#246;rperbekleidungen, Leder- und Felle, Keramik- und Topfwaren, so sind es heute stilechte und lebensnotwendige Dienstleistungen, auf die man setzt. Allerhand bietet das Netz: uns kann die Existenzgr&#252;ndung erleichtert werden, uns werden „Media-Solutions“ gegeben, Tipps zum „Recruiting, Competition und Challenge“, „Body Forming“ und „Improvement of your outward appearance“, „&#220;berwachung deiner GDAs“, „Partner Tracker“, „Joblocators“, „Auktions- und Verleihh&#228;user“, pers&#246;nliche Fitnesstrainer und „Finde den perfekten Seitensprung“. Genial. F&#252;r jeden ist etwas dabei.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:normal;"><span style="font-size:10pt;font-family:&quot;">Die Voraussetzung f&#252;r die Nutzung s&#228;mtlicher Services dieser Welt ist nat&#252;rlich, dass man als zuk&#252;nftiger Nutzer auch das Gef&#252;hl hat, dies alles wirklich zu brauchen. Daf&#252;r gibt es die Werbespezialisten, die Genies der Markenkommunikation und Kommunikationsfetischisten. Ihr Ziel ist es, uns fr&#252;h mit folgenden Gedanken aufwachen zu lassen:„Ach du meine G&#252;te. Heute brauche ich einen Nagelrillenbeseitiger mit eingebautem Staubsauger und danach brauche ich eine Farb- und Typberatung f&#252;r meinen Bullterrier.“ Sie sind erfolgreich, wenn man erst durch jene Dinge lebensf&#228;hig ist und sich ohne sie sofort von der Br&#252;cke st&#252;rzen w&#252;rden.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:normal;"><span style="font-size:10pt;font-family:&quot;">Besonders wichtig ist das Aussehen in der heutigen Zeit. Die Hauptaufgabe Aller ist das Abnehmen. &#220;berall und zu jeder Zeit. Ob im Schlaf, auf Arbeit, beim Einkaufen, beim Putzen. &#220;berall gibt es M&#246;glichkeiten. Also warum jammern? Ratgeber-Deutschland hilft dir. Du findest dein Schienbein zu dick und deine Schultern zu kr&#228;ftig? Dein Ohrl&#228;ppchen k&#246;nnte etwas mehr Spannung vertragen und die Orangenhaut in der Kniekehle soll verschwinden? Kein Problem. Peter von Frosta wird dir schon helfen. Das Fass Butter einfach mal weglassen. Ein bisschen mehr Kurkuma und die schockgefrosteten Gem&#252;sebrocken aus dem Beutel enthalten noch ganz viel Vitamine. W&#228;hrend du diese in der Pfanne erw&#228;rmst kannst du eine Sch&#246;nheitskur machen. Massier doch einfach das Shampoo und die neue Haarkur mit dem „Anti-Frizz-Effekt und Anti-Aufplustern“ in dein Haupthaar oder auch woanders hin. Wenn du magst, dann kannst du auch die Hautcreme mit der Nahrologie-Anti-Falten-Wirkung inkl. Proxylan und Hyaloron-S&#228;ure auf die Backen schmieren. Das vertr&#228;gt sich gut mit den Kochd&#228;mpfen, &#246;ffnet die Poren und macht einfach nur sch&#246;n. Zum Essen der Brigitte-Di&#228;t gibt’s dann auch noch luftgetrockneten Putenschinken, und K&#228;se mit 30% weniger&#8230;.Geschmack. Dann bist du perfekt. Ach ja, du kannst dir auch Tabletten bestellen. Bei Sanicare-der Versandapotheke. Oder du isst am Tag 3x Activia „&#8230;und das Tr&#228;gheitsgef&#252;hl verschwindet“ und du kannst es dir aufm Pott so richtig gem&#252;tlich machen.Wenn dir das noch nicht reicht, dann schau doch mal ins Netz. <a href="http://www.ich-/"><span style="color:#000000;">http://www.ich-/</span></a> bin-fett-und-f&#252;hl-mich-schlecht-de. , <a href="http://www.gib-mir-endlich-einen-lebenssinn.de/"><span style="color:#000000;">http://www.gib-mir-endlich-einen-lebenssinn.de/</span></a> &#8211; die Lebensretter.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:0.0001pt;line-height:normal;"><span style="font-size:10pt;font-family:&quot;">Wie dieses Beispiel zeigt:</span></p>
<blockquote>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:0.0001pt;line-height:normal;"><span style="font-size:10pt;font-family:&quot;">Zitiert aus einem Ratgeberforum (von Rechtschreibfehlern distanzier ich mich)<br />
<strong>Thema: Abnehmwahn &amp; schlechtes Gewissen nach Mahlzeiten<br />
Eisa schreibt:</strong><br />
<span>Hallo Ihr Lieben,<br />
seit etwa 2 Monaten habe ich mir in den Kopf gesetzt 5 kilo abzunehmen. 1,5 kilo habe ich auch geschafft bzw. bleibt es konstant. Doch mein Wahn abzunehmen wird immer schlimmer.Nach jedem Essen ob Kleinigkeiten oder gr&#246;sseres plakt mich das schlechte Gewissen und ich m&#246;chte die zu mir genommenen Kalorien sofort wieder loswerden.Entweder gehe ich dann joggen, oder hab es schon ein paar mal wieder erbrochen- was ich aber absolut nicht okay finde. </span></span><span style="font-size:10pt;font-family:&quot;">(A.d.R.: stimmt. brechen ist b&#246;se! B&#246;se Brechsucht, b&#246;se!) </span><span style="font-size:10pt;font-family:&quot;">Am liebsten w&#252;rde ich gar nichts mehr essen&#8230;Meine Umstellung auf Wasser trinken hat schon positive Effekte hervorgerufen, doch meinen Traum endlich schlanke Beine zu bekommen, bin ich noch weit entfernt.St&#228;ndig z&#228;hle ich Kalorien und gehe sicher 3-5 mal am Tag auf die Waage. Ich weiss einfach nicht wie ich davon loskommen soll. Ich werde immer unzufriedener mit mir und seh nur noch ein H&#228;ufchen Elend in meinem Spiegel&#8230; Habt ihr irgendwelche Tipps<em>?</em></span></p></blockquote>
<blockquote>
<p class="MsoNormal" style="line-height:normal;"><strong><span style="font-size:10pt;font-family:&quot;">Entepaula antwortet:</span></strong><span style="font-size:10pt;font-family:&quot;"><br />
<span>Liebe Eisa,<br />
du klingst wirklich ziemlich verzweifelt im Moment. </span></span><span style="font-size:10pt;font-family:&quot;">(A.d.R.: Nur nicht &#252;bertreiben, bitte!)</span><span style="font-size:10pt;font-family:&quot;"> Die Frage ist, ob du wirklich &#252;bergewichtig bist oder einfach nur einem Schlankheitswahn verfallen bist, womit ich auch ab und zu zu k&#228;mpfen habe. Wenn du wirklich ein paar Pfunde zu viel hast, kann ich dir nur eine gesunde Ern&#228;hrung und viel Sport empfehlen. </span><span style="font-size:10pt;font-family:&quot;">(A.d.R.: na das ist doch mal ein Tipp!)</span><span style="font-size:10pt;font-family:&quot;"> doch sich schokolade verbieten etc. sollte man nicht. Wenn du aber eigentlich normalgewichtig bist, dann gehe dringend zu deinem Hausarzt, wenn du keinen hast, einfach zu einem Psychiater. Das klingt jetzt vielleicht schrecklich f&#252;r dich </span><span style="font-size:10pt;font-family:&quot;">(A.d.R.: Ach Quatsch!),</span><span style="font-size:10pt;font-family:&quot;"> aber dann besteht die Gefahr f&#252;r dich, dass du in eine Bulimie oder Magersucht abrutscht und damit kennen sich wenn du noch unter 18 Jahre bist Kinder- und Jugendpsychiater am besten aus mit. Du kannst dort auch alleine hingehen ohne deine Eltern und du musst keine Angst haben. Das sind meist sehr einf&#252;hlsame und verst&#228;ndnisvolle &#196;rzte. </span><span style="font-size:10pt;font-family:&quot;">(A.d.R.: die m&#246;gen dich auch mit dicken Beinen.) </span><span style="font-size:10pt;font-family:&quot;">Nimm das Angebot wirklich wahr, denn die beiden Erkrankungen sind wirklich schwerwiegend. Ich hoffe du bist NOCH in der Lage dass zu verstehen. </span><span style="font-size:10pt;font-family:&quot;">(A.d.R.: &#8230;und hast dir nicht schon deine Hirnzellen weggefastet.)</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:0.0001pt;line-height:normal;"><span style="font-size:10pt;font-family:&quot;">Alles Gute,entepaula</span></p>
</blockquote>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:0.0001pt;line-height:normal;"><span style="font-size:10pt;font-family:&quot;"><br />
</span><span style="font-size:10pt;font-family:&quot;"><br />
Klar Eisa. Dein Problem ist verst&#228;ndlich. Wer will schon solche Beine haben? Und wenn dir das alles nicht hilft, dann geht zum Klapps-Doktor. Dann hast du neben h&#228;sslichen Beinen und nem fetten Po auch gleich noch ein Rad ab. Das passt ja. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:0.0001pt;line-height:normal;"><span style="font-size:10pt;font-family:&quot;">Nur gut, dass es die Ratgeber gibt. Was w&#252;rde die dicken Eisa und h&#228;&#223;lichen Svens dieser Welt denn sonst machen? Sie w&#252;ssten sonst nicht, dass sie neben einem Sch&#246;nheitschirurgen auch noch einen Besuch in der Klappse brauchen, nicht geliebt werden wenn sie nicht &#8220;Peter von Frostas&#8221;-Gem&#252;se-Brei kiloweise verdr&#252;cken und wie Johannes B. Kerner schwungvoll &#252;ber den Gartenzaun springen k&#246;nnen. Sie w&#252;ssten nicht, dass sie glanzvolle Haare wie Penélope Cruz haben m&#252;ssen und 4x am Tag ein H&#228;ufchen machen m&#252;ssen (wie  nach Activia) damit sich ihr Bauch nicht bl&#228;ht. </span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:0.0001pt;line-height:normal;"><span style="font-size:10pt;font-family:&quot;">Es lebe Ratgeber-und-Service-Deutschland. Wozu w&#252;rden wir sonst leben? Das morgentliche Aufstehen h&#228;tte keinen Sinn mehr. Danke!</span></p>
<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:0.0001pt;line-height:normal;"><strong><span style="font-size:10pt;font-family:&quot;">Amen.</span></strong><span style="font-size:10pt;font-family:&quot;"> </span></p>
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