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	<title>antennenmuetze.de&#187; antennenmuetze.de &#8211; Bitte klicken Sie weiter, hier gibt es nichts zu sehen!</title>
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		<title>Popstars goes Sachsen</title>
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		<pubDate>Fri, 19 Sep 2008 11:15:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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Es ist September 2008. Das Sommerloch ist vorbei, das Leben scheint wieder berichtenswert zu werden…glaubt man. Der Glaube ist manchmal jedoch auch ein Irrglaube. Dies wurde gestern Abend wieder einmal deutlich.

Seit einiger Zeit gibt es sie wieder: die ber&#252;hmt-ber&#252;chtigte Popstars-Staffel. Diesmal „just 4 girls“. Dass es sich dabei um Unterschichten-TV vom Allerfeinsten handelt, ist nichts [...]]]></description>
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<p>Es ist September 2008. Das Sommerloch ist vorbei, das Leben scheint wieder berichtenswert zu werden…glaubt man. Der Glaube ist manchmal jedoch auch ein Irrglaube. Dies wurde gestern Abend wieder einmal deutlich.</p>
<p><span id="more-202"></span></p>
<p>Seit einiger Zeit gibt es sie wieder: die ber&#252;hmt-ber&#252;chtigte Popstars-Staffel. Diesmal „just 4 girls“. Dass es sich dabei um Unterschichten-TV vom Allerfeinsten handelt, ist nichts Neues. Das eigentliche Ausma&#223; der visuellen sowie auditiven Katastrophe wurde jedoch erst beim relativ kurzweiligen Betrachten der Pseudo-Pop-Glamour-Show deutlich.</p>
<p>Die gestrige Folge stand wohl vor allem unter dem Motto „Popstars goes Provinz“. Das Casting fand in der Landeshauptstadt Sachsens statt (f&#252;r die, die es nicht wissen: es ist Dresden *nein, ich untersch&#228;tze den IQ meiner Blogleser nicht, aber manchmal ists doof).  Popstars meets Kultur und Niveau, Trend meets Geschichte, Coolness meets Retro, Hip-Sein meets S&#228;chsisch. So oder so &#228;hnlich muss das Producer-Team der Casting Show wohl an diese Sache heran gegangen sein. Eins fix drei, wurde der rote Teppich ausgerollt und die Juryprominenz pr&#228;sentierte sich endlich den dummguten Bewohnern des ehemaligen Tals der Ahnungslosen. „Seht, so sehen Prominente aus. Wir zeigen euch jetzt einmal wie sch&#246;n das Leben sein kann.“</p>
<p>Hervorzuheben war die unheimliche Menschenmenge, die lange genug auf das Bejubeln der Jury gewartet haben muss. Gef&#252;hlte 200.000 M&#228;dchen, gut getarnt als eine „gesehene“ Menge von 400 st&#252;rmten das Areal, Jubelgeschrei und Freudenspr&#252;nge, kunstvoll inszeniert, grandios vom Kamerazoom eingefangen. Aus Zeitgr&#252;nden wurde auf eine „Total-Einstellung“ verzichtet.  Weniger ist eben manchmal mehr.</p>
<p>Dann ging es los. Auf Dresdener Originale musste man meist verzichten, die meisten M&#228;dchen kamen aus der Bundeshauptstadt oder aus den alten Bundesl&#228;ndern. Die Sanges-Orgie begann. Popstars poorly, &#228;hm, sorry, proudly presents: Die Jury, bestehend aus einem zu gro&#223; geratenen metro-sexuellen Tanzb&#228;r mit viel zu d&#252;nn gezupften Augenbrauen, einer Hexen-&#228;hnlichen Sing-Sang-K&#252;nstlerin spanischer Herkunft mit zu viel blondiertem Kunsthaar und einem Akzent, welcher Parodontose voran treibt und einem Pseudo-Eminem aus Berlin, der aussah, als h&#228;tte er fr&#252;h den Bus verpasst.</p>
<p style="text-align:center;">
<p>Es wurde gesungen, gerappt, getanzt. Junge Damen, die eher Transsexuellen aus dem Balkan &#228;hnelten, sch&#252;ttelten ihre mit Kunsthaar aufgef&#252;llten M&#228;hnen. Die lackierten Fingern&#228;gel korrespondierten eifrig mit dem aufgeschmierten Lidschatten. Diese Korrepondenz &#228;hnelte aber lediglich einer Diskussion  vergleichbar mit der einer Packung Milch und einem aufgeschlagenen Ei. Der Castingraum f&#252;llte sich, aber das Vakuum vergr&#246;&#223;erte sich. Blonde Barbiep&#252;ppchen in ihren Paris-Hilton-Rollen hielten in Fotostar-Manier 200-gr-schwere H&#252;ndchen in die Kamera, blinzelten, wackelten mit dem Popo in ihren Skinny-Jeans und pressten die H&#252;ften nach vorn, sobald die Kamera sie erhaschte.</p>
<p><strong>Kategorie 1  der Castingopfer</strong><br />
16-j&#228;hrige M&#228;dchen mit Migrationshintergrund und hervor tretenden H&#252;ftknochen sowie &#252;bergro&#223;en Kreol-Ohrringen tr&#228;llerten sich die Seelen aus dem Leib, mimten das Vibrato à la Whitney, leierten den letzten 4 Silben jeden Satzes à la Christina. Die Texte dazu haben sie bei der letzten Sozialarbeitsstunde gelernt, w&#228;hrend ihr Macker drau&#223;en um brennende M&#252;lltonnen in der Hood tanzte. „Verstehste, Alder?“.  Die falschen Wimpern flackerten, die R&#246;hrenjeans platzten bald und Sido sabberte.</p>
<p style="text-align:center;">
<p><strong>Kategorie 2  der Castingopfer</strong><br />
16-j&#228;hrige M&#228;dchen mit etwas mehr H&#252;ftspeck, keinen R&#246;hrenjeans sondern mit der klassischen 5-Pocket-Jeans und einem „witzigen“ Oberteil aus der Pimkie-Kollektion 1996, boten ihre 3cm-dicken Brillengl&#228;ser feil, blickten beim Singen versch&#228;mt zu Boden, ein Bein angewinkelt, das andere in den Boden stampfend, erhellten sie mit glockenklarer Stimme den Raum. Sie kamen in den „Recall“, begleitet mit der Bemerkung, sie s&#228;hen zum Kotzen aus, aber man k&#228;me an ihrer sch&#246;nen Stimme nicht vorbei. Eines dieser Opfer wurde mit 10 Liegest&#252;tzen vor einem Millionenpublikum gefoltert und l&#228;cherlich gemacht. „Du schaffst es. Wenn du die nicht schaffst, dann schaffst du nichts im Leben. Und deinen H&#252;ftspeck m&#252;ssen wir weg kriegen. Sonst bist du ein Nichts“.  Klar ist, diese M&#228;dels sind nicht f&#252;r die Band vorgesehen, sondern sie sind die Quoten-Dicken, die Au&#223;enseiter, deren Scheitern man gern auf mehrere Folgen aufteilt. Am Ende werden sie es, auch mit glockenklarer 1a-Stimme, nicht gegen die „Pseudo-Beyoncés“ Kashira &amp; Co. schaffen. Sollen sie auch nicht.</p>
<p style="text-align:center;">
<p style="text-align:center;">
<p><strong>Kategorie 3 der Castingopfer</strong><br />
Die Schicksalstr&#228;ger. Gern werden ihre schweren Lebensl&#228;ufe in Kurzfilmchen eingeblendet. Die arme Tashira, deren Vater vor Jahren einem Krebsleiden erlag, f&#252;r den sie nun singt. Die noch &#228;rmere Shanika, deren Bekannte einen Vater hat, der mal mit einem Mann gesprochen hat, der bei einem Tankstellenwart mit nur einem Auge ein Bier gekauft hat, welches von einem 1-beinigen Brauereimeister gebraut wurde, der wiederrum ein Verh&#228;ltnis mit einer an Aids erkrankten Transsexuellen hatte, trauert um ihr totes Meerschweinchen und widmet dem auch gleich das folgende Lied von Mariah Carey „Without you“. Das ist doch eine Story wert. Das kann auch gleich cross-promoted werden beim Promi-Klatsch-Magazin „taff“, oder so &#228;hnlich.</p>
<p><strong>Kategorie 4 der Castingopfer</strong><br />
Die L&#228;cherlichen. Dies waren die einzigen mit einem s&#228;chsischen Dialekt. Ein Volksmusik-vorbelastete aus Stollberg, im Trachtenkost&#252;m, ein Popliedchen tr&#228;llernd. „Ich m&#246;chte weg vom Schlager und der Volksmusik. Ich m&#246;chte mal was poppigeres machen“ erz&#228;hlt sie im Kurzfilmchen. Ungeschminkt, im ostdeutschen Mauerbl&#252;mchen-Style, mit Ossi-Optik und ostdeutscher Bescheidenheit geniert sie sich nicht D! &amp; Co. das Lied von der poppigen Liebelei vorzus&#228;useln „Ei fink off ju ..so much, it is so good wenn ei fink of ju“ hallt es aus dem Castingraum. Die Vorstellung der Senderegie ist einfach: „So wat brauchen wa noch, wa…so nen Sachsen der kein Englisch kann.“ Zack, Kamera drauf, abgefilmt und theatralisch in Szene gesetzt. Das bringt Quoten. F&#252;r irgendwas muss der Drehtag in Dresden ja auch gut gewesen sein.<br />
<strong>Ach wie sch&#246;n. Medien. Popstars. Inszenierung. Vorurteile. Quotenrenner. Volksverdummung. Das Fernsehen ist ein gro&#223;es &#220;berraschungsei. Und wir sind die, die immer wieder diese Eier in die Hand nehmen, sch&#252;tteln, h&#246;ren was drin ist und dann mehr oder weniger gen&#252;sslich verzehren. Gab es nicht zuletzt eine Diskussion &#252;ber ein eventuelles Verbot dieser &#220;berraschungseier? Schade, dass es so schnell vom Tisch war.</strong></p>
<p><strong><br />
Mahlzeit.</strong></p>
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		<title>Vom Aufschwung. Oder vom Callcenter-Wolf im Marketing-Schafspelz.</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Jul 2008 06:27:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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Deutschland ist Spitze. Spitze im Senken der Arbeitslosenzahlen.

 




„Die Arbeitslosigkeit sinkt in Deutschland schneller als im EU-Durchschnitt. Und auch in der Eurozone geh&#246;rt die Bundesrepublik zu den Spitzenreitern beim Abbau der Arbeitslosenzahlen, wie aus Zahlen des Europ&#228;ischen Statistikamtes (Eurostat) hervorgeht. Eurostat zufolge waren im Januar 6,8 Prozent aller Erwerbst&#228;tigen in der EU ohne Arbeit. F&#252;r [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://bp2.blogger.com/_XdncG1EyOjo/R_YV9qJI23I/AAAAAAAAAFA/dhJSLFNvfYI/s1600-h/statistics_bw.jpg"><img style="float:left;cursor:hand;margin:0 10px 10px 0;" src="http://bp2.blogger.com/_XdncG1EyOjo/R_YV9qJI23I/AAAAAAAAAFA/dhJSLFNvfYI/s200/statistics_bw.jpg" border="0" alt="" /></a></p>
<div>
<div><a href="http://bp0.blogger.com/_XdncG1EyOjo/R8_kF_r0qVI/AAAAAAAAAEE/o5CLPc-lkvM/s1600-h/statistics.jpg"></a></p>
<blockquote>
<div><strong><span style="color:#ffffff;">Deutschland ist Spitze. Spitze im Senken der Arbeitslosenzahlen.<br />
</span></strong><br />
<em> </em></div>
<div></div>
<div></div>
<div></div>
<div></div>
<div><em>„Die Arbeitslosigkeit sinkt in Deutschland schneller als im EU-Durchschnitt. Und auch in der Eurozone geh&#246;rt die Bundesrepublik zu den Spitzenreitern beim Abbau der Arbeitslosenzahlen, wie aus Zahlen des Europ&#228;ischen Statistikamtes (Eurostat) hervorgeht. Eurostat zufolge waren im Januar 6,8 Prozent aller Erwerbst&#228;tigen in der EU ohne Arbeit. F&#252;r Deutschland errechneten die Statistiker in Luxemburg eine Arbeitslosenquote von 7,6 Prozent im Januar. Das war zwar mehr als im EU-Durchschnitt. Aber der Abstand hat sich binnen Jahresfrist deutlich verringert. Im Januar 2007 lag die deutsche Quote noch um 1,2 Punkte h&#246;her, die europ&#228;ische sank seither nur um 0,7 Punkte.“</em></div>
</blockquote>
<div>(<a href="http://www.tagesschau.de/wirtschaft/arbeitslosigkeit16.html" target="_blank">Quelle</a>)</p>
<p>Das klingt doch super. Mensch, wir haben es geschafft. Das Elend scheint bald ein Ende zu haben. Unb&#228;ndiger Wohlstand, eine Umkehr des finanziellen Ruins vieler Familien, Existenzsicherung, Luxus der Deutschen, Urlaub, Reisen und Genie&#223;en und einfach mal im Supermarkt die Waren aus den oberen Regalen greifen – das ist es was uns allen bevorsteht. Genial. Wir k&#246;nnen stolz darauf sein und der Zukunft ins Auge sehen. Ohne Angst als furchtlose Konsumgeier bald die Wirtschaft weiter ankurbeln, kaufen, ausgeben und investieren. Deutschland ist im Aufschwung.</p>
<p>So oder so &#228;hnlich klingt es, wenn man Prognosen von fettleibigen Politikern lauscht, Statistiken und &#252;berdimensionierte Diagramme sieht, die uns das leibliche und finanzielle Wohl versprechen. Doch ist die Kunst der Vermarktung der eigenen Leistungen schon immer Politikersache gewesen. Und so ist es nicht weiter verwunderlich, wenn diese als Schaumschl&#228;ger und Illusion&#228;re enttarnt werden. Einfach gesagt: das alles ist reinste Utopie, Lug und Betrug, T&#228;uschung. Kriminell und unmoralisch. Denn es stimmt einfach nicht. Es ist gelogen.</p>
<p>Es mag sein, dass die Zahlen auf dem Papier schwinden wie Sonderangebote im Supermarkt. Sie werden kleiner, fast unsichtbar. Dar&#252;ber wird viel lamentiert, es wird gepriesen und es wird dar&#252;ber geredet. Wor&#252;ber nicht geredet wird, ist das „Wie“. Wie ist die Senkung m&#246;glich, warum sind die Zahlen auf einmal so niedrig? F&#252;r die, die gerade immer noch eine Besch&#228;ftigung suchen, wird dies schnell klar. Die Zauberw&#246;rter hei&#223;en „Zeitarbeit“ und „Niedriglohn“. Der Markt ist &#252;bers&#228;ttigt, wir brauchen Akademiker und Fachkr&#228;fte, hei&#223;t es. Doch es gibt sie. Es gibt viele von ihnen. Sie suchen und recherchieren, doch sie werden nicht f&#252;ndig. Und bevor sie gar nichts haben, landen sie&#8230;na wo? Genau. Bei einem miserabel bezahlten Job auf Zeit. So passiert es schnell, dass der gut ausgebildete Sprachwissenschaftler f&#252;r einen Hungerlohn Intimpflegeprodukte am Telefon verkauft. Mehr oder minder gut. Daf&#252;r bekommt er, in Ostdeutschland, 6,70€ pro Stunde. Jeden Morgen hei&#223;t es f&#252;r den Akademiker „Aufstehen, Hirn ausschalten und Verstand wegschmei&#223;en und auf Arbeit gehen, sich verstellen, sich missbrauchen lassen und gutgl&#228;ubigen Menschen das widerw&#228;rtige Elend aufschwatzen“. Rot werden dabei ist erlaubt. Der Geprellte sieht es ja nicht und der L&#252;gen-Detektor im Telefon ist ja noch nicht erfunden. Jeden Tag hei&#223;t es dann „Guten Tag, mein Name ist Bettina Hundebein, ich rufe Sie im Auftrag der Intimcare AG aus Berlin an. Ich h&#228;tte gern denjenigen in Ihrem Haushalt gesprochen, der bei der letzten Mondfinsternis den besten Stuhlgang und genau an diesem Tag Namenstag und zudem noch einen Tag danach Geburtstag hatte und der die mittelgr&#246;&#223;te Schuhgr&#246;&#223;e hat. Sie sind dran? Wunderbar Frau Schnitzeltisch. Frau Schnitzeltisch, haben Sie eventuell kurz Zeit? Ich habe da ein unwiderstehliches Angebot f&#252;r Sie. Frau Schnitzeltisch, juckt es sie manchmal? Egal wo, egal wann. Wir haben da was f&#252;r Sie. &#8230;.Wunderbar. Zum Aktionspreis: sie erhalten 4 Cremed&#246;schen zum Preis von 10. Damit es sich auch lohnt. Vielen Dank. Wenn Sie m&#246;gen, bel&#228;stigen wir Sie von nun an t&#228;glich. Und wenn Sie nicht m&#246;gen, auch.“<br />
Niveauvoll. Geistreich. Und gewinnbringend. Nur weder f&#252;r den Niedriglohnempf&#228;nger noch f&#252;r den Geprellten. Sondern nur f&#252;r das Unternehmen.</p>
<p>Mittler zwischen gierbesetzem Reichtum und finanziell Bed&#252;rftigen</p>
<p>Nun leben wir ja in einer Zeit, in der es schick ist, viel zu arbeiten, immer busy zu sein, Gewinne zu erzielen und die Menschlichkeit straff auf der linken Spur zu &#252;berholen. Zeit ist knapp und wird zum Luxusgut. So h&#228;lt ein Unternehmen alle Dinge f&#252;r l&#228;stig und &#252;berfl&#252;ssig, wenn man aus ihnen nicht sofort Millionen binnen Sekunden scheffeln kann. Ergo: man besch&#228;ftigt sich nur mit dem Gewinnbringendem, das Langweilige, aber N&#246;tige, l&#228;sst man verrichten. So plagt sich kaum noch ein Unternehmen mit der Personalbeschaffung. Keine Zeit und kein Geld f&#252;r eine anst&#228;ndige Human Resources- Abteilung, die sich ihr Personal selbst ran holt. Stellenangebote zu ver&#246;ffentlichen, hunderte Bewerbungsmappen in grau, schwarz, gr&#252;n oder auch per Email mit 10 MB Anhang zu bekommen, auseinander zu nehmen, auch noch zu lesen, zu beurteilen, zu schreddern oder Bewerber schlie&#223;lich einzuladen ist nicht „gruwi“ genug. Das nervt, kostet Zeit, Papier und zu viele Mausklicks und verstopft das Outlook. Diese wichtige, aber nervige Angelegenheit, wird ausgegliedert, an andere vergeben. So entstanden sie. Die Zeitarbeitsfirmen, die Personalvermittler und Beratungsagenturen. Es gibt sie &#252;berall. Kaum ein Stellenangebot wird vom Unternehmen selbst ver&#246;ffentlicht. Fast immer verstecken sie sich hinter der „Ichfindedenpassendjobf&#252;rdich Gmbh“ oder der „Schnappdirdeinentraumjob AG“. Im Grunde ist daran auch gar nichts auszusetzen. Wirklich. Echt. Nur sind die Verfahrensweisen einiger dieser „Helfer in Not“ manchmal sehr fragw&#252;rdig. Zuvor sei gesagt: es sind nicht alle von der Sorte. Es gibt nat&#252;rlich auch seri&#246;se Mittler. Die Rede ist hier nur von einigen schwarzen Schafen. Diese scheinen sich wie kleine Insekten in den Jobb&#246;rsen rumzutreiben, umschwirren alle m&#246;glichen Stellenangebote, spinnen sie in ihr Netz und geben sie erst heraus, wenn man alle pers&#246;nlichen Daten bei Ihnen abgeliefert hat. Den Namen des Unternehmens, bei dem man seine Zukunft verbringen soll, gibt’s ganz am Schluss. Auch alle &#252;brigen Informationen sind eher zweitrangig. Was interessiert auch der Name, die Branche oder der Standort des zuk&#252;nftigen Arbeitgebers? Eine Identifikation mit dem Brotspender geht auch v&#246;llig ohne, die Stellenbeschreibung muss reichen. Wie dreist, mehr &#252;ber seine Zukunft wissen zu wollen. Nicht selten muss man f&#252;r das Arbeiten auch noch bezahlen. Klingt komisch, ist aber so. Private Arbeitsvermittler m&#252;ssen ja auch schlie&#223;lich Geld verdienen um ihre Schnitte f&#252;r das Abendbrot bezahlen zu k&#246;nnen. Und damit da nicht jeden Abend nur Salami drauf ist, sondern auch mal R&#228;ucherlachs mit Honig-Senf-Sauce, sind die Honorare ordentlich. Der Honorarschein ist das Erste wor&#252;ber einem berichtet wird. Den hat man auch eher in der Hand, als das man seine Jacke auf den wackeligen Jackenst&#228;nder geh&#228;ngt hat. Die Eignung f&#252;r die zuk&#252;nftige Stelle hat auch nicht unbedingt oberste Priorit&#228;t. Hauptsache die Richtung stimmt, der Bewerber muss 2 gesunde Beine haben, einen Satz gerade aus sprechen k&#246;nnen und er braucht mindestens einen Arm. Zum Unterzeichnen des Honorarvertrages. Den zweiten Arm braucht er nicht – denn bei der vermittelten T&#228;tigkeit tr&#228;gt man ein Headset. Das d&#252;rfte also alles kein Problem sein.</p>
<p>Hassjobs im Faschingskost&#252;m</p>
<p>Es gibt sch&#246;ne Arbeiten und unsch&#246;ne T&#228;tigkeiten. Der Anspruch den man an seinen Job hat, hat viel mit der Ausbildung zu tun – aber noch mehr mit dem menschlichen Faktor: das sich Wohlf&#252;hlen, die Identifikation mit der Arbeit und dem Arbeitgeber. Niedrig bezahlte Jobs f&#252;r weniger hoch qualifizierte Arbeitnehmer m&#252;ssen nicht zwangsweise unmoralisch und ethisch unvertretbar sein. Das hat keiner verdient. Dies haben jedoch noch nicht alle Arbeitgeber erkannt. Zu gro&#223; ist das Gesch&#228;ftsdenken, der Wille nach Gewinnmaximierung und Streben nach dem wirtschaftlichen Erfolg. So gibt es zahlreiche Job, bei denen die Menschenw&#252;rde auf der Strecke bleibt. Gemeint sind T&#228;tigkeiten im Vertrieb und Verkauf – sie bel&#228;stigen die Gesellschaft und belasten die Ausf&#252;hrenden. Diese Jobs sind unattraktiv und ungeliebt. Doch wie bringt man diese Nervfaktoren an den Mann? Klar. Man schiebt sie in ein passendes Outfit, „h&#252;bscht sie auf“ , macht sie attraktiver. Doch nicht etwa mit einer h&#246;heren Bezahlung oder genialen Arbeitsbedingungen. Nein. Falsch gedacht. Man gibt ihnen einfach einen anderen Namen. Vokabularfasching. Namens-Make-up. Bezeichungs-Lifting. So wird aus einem einfachen Call Center – Job ein attraktives Etwas. Es zieht an, t&#228;uscht vor, tr&#252;gt und verwirrt. Und so bewirbt man sich in der Hoffnung in dem Stellenangebot des „Sales Assistant“, „Marketing Assistant“ oder „PR-Fachkraft“ den Traumjob zu finden, seiner Kreativit&#228;t freien Lauf lassen zu k&#246;nnen, Zufriedenheit zu erlangen und endlich Berufserfahrung zu sammeln. Mit zitternden Knien begeht man das Bewerbungsgespr&#228;ch, &#252;bersteht Stunden voller Aufregung, f&#246;nt seine Haare elendlang bis sie auch wirklich sitzen, wartet und hofft. Und dann? Dann hat man ihn: den Call-Center-Job. Endlich darf man das machen, worauf man so lange NIE gewartet hat. Man darf andere Menschen bel&#228;stigen und bel&#252;gen und daf&#252;r kaum Geld verdienen. Aus der verhofften Stelle im Bereich Marketing wurde eine Vertriebsposition auf Honorarbasis. Die Aufgabe des Sales Assistant ist es, m&#246;glichst viele elektrische Hornhautentferner zu verkaufen. Die PR-Fachkraft muss auf einmal sich selbst reinigende Gummilaken f&#252;r die Betten von alzheimerischen Rentnern bewerben und zus&#228;tzlich noch Marktforschung betreiben. Dabei handelt es sich um 300-min&#252;tige Interviews zum Thema Darmt&#228;tigkeit nach Einnahme von linksdrehenden Joghurt-Kulturen. Ein (Alb-)Traumjob. Das soll es nun sein? Sicherlich ist es legal menschenverachtende T&#228;tigkeiten zu kost&#252;mieren und so an den Mann zu bringen. Ein Gesetz f&#252;r passende T&#228;tigkeitsbezeichnungen gibt es in der freien Wirtschaft wohl nicht. Obwohl es angebracht w&#228;re, denn genormt wird in diesem Land alles – sogar Salatgurken. Doch ist es ein ethisches Verbrechen. Unmoralisch und deshalb kriminell. Ein seelischer und mentaler Missbrauch von hoffnungsertr&#228;nkten, arbeitssuchenden Seelen, die ein zufriedenes Berufsleben f&#252;hren wollen.</p>
<p>Aber was solls. Hauptsache man hat einen Job. Hauptsache man hat die Lohnsteuerkarte abgegeben und zahlt seine Krankenversicherung. Im Grunde ist es doch v&#246;llig egal was man tut. Es gibt viel Schlimmeres. Schlie&#223;lich k&#246;nnte man auch kriminell werden, alte Omis ausrauben, aus Langeweile Enten in den Teich schubsen und kleinen Kindern auf der Stra&#223;e den Keks klauen. Das w&#228;r in der Tat viel schlimmer. Und im Endeffekt ist ja alles wunderbar, denn:</p>
<p>Die Zahlen stimmen und Deutschland ist im Aufschwung. Doch wann nimmt es seine B&#252;rger dabei auch mit?</p></div>
</div>
</div>
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		<title>&#220;ber Silvester. Oder auch &#252;ber die Abgr&#252;nde menschlichen Handelns!</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Jul 2008 06:19:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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Zum Gl&#252;ck isses vorbei. Das Grauen. Das &#220;bel des Jahres. Der Selbstbetrug und das Massenruml&#252;gen. Es wird auch Silvester genannt.
Warum tut sich der Mensch eigentlich so etwas an? Keiner mag es, jedem ist es zu viel, aber alle machen mit. Man muss ja. Es ist ja ein gesellschaftlich-verankerter Ritus, den man nicht einfach so weglassen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://bp2.blogger.com/_XdncG1EyOjo/R3tgFhYbIJI/AAAAAAAAACg/Ci0nb-4RZNg/s1600-h/2008.jpg"><img style="display:block;cursor:hand;text-align:center;margin:0 auto 10px;" src="http://bp2.blogger.com/_XdncG1EyOjo/R3tgFhYbIJI/AAAAAAAAACg/Ci0nb-4RZNg/s320/2008.jpg" border="0" alt="" /></a></p>
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<p class="MsoNormal" style="margin-bottom:0.0001pt;line-height:normal;"><strong><span style="font-size:12pt;font-family:&quot;">Zum Gl&#252;ck isses vorbei. Das Grauen. Das &#220;bel des Jahres. Der Selbstbetrug und das Massenruml&#252;gen. Es wird auch Silvester genannt.</span></strong><span style="font-size:12pt;font-family:&quot;"></span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:normal;"><span style="font-size:12pt;font-family:&quot;">Warum tut sich der Mensch eigentlich so etwas an? Keiner mag es, jedem ist es zu viel, aber alle machen mit. Man muss ja. Es ist ja ein gesellschaftlich-verankerter Ritus, den man nicht einfach so weglassen kann. Schlie&#223;lich endet ja jedes Jahr einmal und ein Neues beginnt. </span><span style="font-size:12pt;font-family:&quot;" lang="EN-US">But why are people makin such a big fuss ´bout it? </span><span style="font-size:12pt;font-family:&quot;">Das muss man mir noch mal erkl&#228;ren. Bildungsl&#252;cke oder einfach nur ein normales Verst&#228;ndnis des Seins?</span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:normal;"><span style="font-size:12pt;font-family:&quot;">Jedes Jahr am letzten Dezembertag gibt es dasselbe Spektakel. Schon Tage vorher sammeln sich allerlei Kreaturen in diversen Einkaufsparadisen, wie Lidl, Aldem oder Spar, und kaufen. Nein, eigentlich kaufen sie nicht. Sie horten. Sie sammeln. Schon am Parkplatz, kurz vor dem Aussteigen aus dem Auto drehen sie den Einkaufschip nerv&#246;s in der Hand<strong>.(Den Chip haben sie ne Woche vorher von einer billigen, gebr&#228;unten Promoterin an einem Handyladen in die Hand gedr&#252;ckt bekommen „Willst du auch bei unserem Gewinnspiel mitmachen?“ „Nee du mittelm&#228;&#223;ig intelligente Verteilerplinse! Seh ich so aus? Bevor du mit mir redest, schaff dir erstmal ein bissl Hirnmasse an.“)</strong> Mit diesem Chip beginnt der Kampf um den besten Korb, den besten Platz an der Fleischtheke und im Knabbereien-Regal. Die K&#246;rbe platzen, sind zum Bersten gef&#252;llt. 4,5,6 – 7 Flaschen Sekt. Ganz viel Bier und Wodka. Und wenig Verstand. Der passt ja auch nicht mehr in den Korb. Obwohl von dem noch ganz viel im Regal liegt. <strong>Nicht der Superseller, irgendwie.<br />
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Wenn dann alles gekauft ist, geht’s nach Hause. Schlie&#223;lich muss man sich ja auf die Mega-Party vorbereiten. Mega-Party. Toller Ausdruck. Schon seit Tagen bel&#228;stigen uns die Medien mit Ank&#252;ndigungen f&#252;r die beste Party in Town. Freibier und Kostenlos-Billig-Sekt nach Null Uhr. F&#252;r alle. Oder manchmal auch nur f&#252;r die „Ladys“. <strong>Aber nur wenn sie keinen Slip tragen.</strong> Oder sich von einem h&#228;sslichen Dummstripper, der keinen Satz geradeaus sprechen kann, billigen Pseudo-Champagner von der Bar in den Mund kippen lassen. Frei nach Coyote Ugly. Hier ist es wohl eher Coyote Dumm. Passt zum Umfeld. Der Eintritt ist nat&#252;rlich erschwinglich. 20 Euro. Echt. F&#252;r Silvester ein Schn&#228;ppchen. Auch wenn der Abend in dem Club genauso ist wie jeden Samstag, an dem man dort ist und nur 4 Euro zahlt. Nix anderes. Aber es gibt ein Mitternachtsbuffet. Dosenkartoffelsalat und H&#228;ppchen. Das wird sp&#228;ter alles rausgekotzt. Die Umrisse des Kotzfleckes sieht man dann bis Juli auf dem B&#252;rgersteig.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:normal;"><span style="font-size:12pt;font-family:&quot;">Doch man muss nicht zwangsweise in einen Club gehen. Man kann auch auf eine Privatparty gehen. Beim Homie um die Ecke. „<strong>F&#252;r Essen und Trinken ist gesorgt. Wer Sonderw&#252;nsche hat, muss sich sein Trinken selbst mitbringen.“</strong>, hei&#223;t es in der Einladungsemail. Nat&#252;rlich an einen selbst gerichtet – aber im cc stehen ungef&#228;hr noch 100 andere Emailadressen. Der Gastgeber ist also ein sozial gut eingebettetes Tier, mit vielen Kontakten und der F&#228;higkeit menschliche Beziehungen zu pflegen. Respekt. Das soll der Eingeladene denken. Dass von den 100 versendeten Mails die H&#228;lfte zur&#252;ck kam, wei&#223; ja keiner. Und am Ende hei&#223;t es: die Wohnung ist ja auch nicht soooo gro&#223;. „Ich musste mich auf den engen Freundeskreis beschr&#228;nken“. Knick Knack. Um 20 Uhr geht’s los. Besonders aufregend ist bei vielen auch schon der Weg zum Ziel. Das bedeutet, der Weg zur Party. Das R&#246;ckchen kurz, die Hose h&#228;ngt tief und die Flasche sitzt. Elegant, schlank und wie von Gott designt liegt die Sektflasche in der Hand des Weibchens. Es ist kalt drau&#223;en. Der Flaschenhals friert beinah im H&#228;ndchen fest, aber das ist egal. 2-, 3- und 4-mal angesetzt, schon merkt man die K&#228;lte nicht mehr. Lustig wird die Flasche beim Laufen von Mund zu Mund gereicht. <strong>Eine alkoholisch-orale-Sekt-Massen-Orgie mit Bakterienaustauchscharakter.</strong> Schnell wird getrunken. Muss ja alle werden. Auch wenn die zu erreichende Partylocation im Haus gegen&#252;ber liegt. Die G&#228;ste trudeln ein. Heute kommen alle mal nicht erst nach 1 Uhr. Das w&#228;r ja auch sinnlos. Die Bude f&#252;llt sich. Rumsteher hier, Plauderer da. Der Nudelsalat auf dem Tisch an der Wand wird mit dem L&#246;ffel durchl&#246;chert, die H&#228;lfte liegt auf dem Laminatboden davor. Das sichere Zeichen, dass der Alkoholkonsum steigt oder der L&#246;ffel zu klein war. Klack, Zisch, Peng – machen die Bierflaschen und Sektpullen. Besonderer Dank gilt auch den edlen Modedesignern, die f&#252;r den heutigen Abend schicke und edle Silvesteroutfits entworfen haben und denen sich besonders das weibliche Silvesterwesen bedient hat. Schwarz ist es meistens. Oder wei&#223;. Ein bisschen Glitzer ist dabei. Und der R&#252;cken ist frei. Da kann dann lustig, d&#252;mmlich gekichert werden, wenn ein volltrunkener Silvesterhoschi versehentlich Sekt auf den R&#252;cken kippt. „Ups, das muss ich wohl ablecken“. Welch Opfer.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:normal;"><span style="font-size:12pt;font-family:&quot;">Null Uhr. Abgr&#252;nde tun sich auf. Menschliche Abgr&#252;nde bestehend aus den widerw&#228;rtigen Verhaltensweisen der meisten Erdenb&#252;rger: gespielte Freude, Zwielichtigkeit und Heuchelei gepaart mit L&#252;gen und Betr&#252;gen, Unehrlichkeit und vielen Alkoholfahnen. Das alte Jahr ist vorbei, das Neue beginnt. Und es wird angesto&#223;en. Jeder mit jedem, einmal, zweimal, dreimal, bekannter- und unbekannter Weise, schnell, langsam, doppelt und dreifach, mit Lachen und K&#252;ssen, Knutschen und Dr&#252;cken – Silvester mit Swingerclub-Charakter halt. Und die L&#252;gen beginnen: „<strong>Frohes neues Jahr.“, „Dir auch“. „Ich w&#252;nsche dir ein erfolgreiches Jahr“. „Bla, dir auch.“, „Gr&#246;&#246;&#246;&#246;&#246;hl.“, „Happy new year“, „Ich hoffe es klappt alles wie du es dir w&#252;nschst“. „Bla Bla Blubb. Das w&#252;nsch ich dir auch.“.<br />
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<strong>Jeder sagt es, keiner meint es so.<br />
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Auch fremde Menschen w&#252;nschen sich dies. Vor gerade mal einer Stunde kennengelernt, aber sich schon dreimal aufm Klo untenrum angefasst, w&#252;nschen sie sich nun Erfolg und Gl&#252;ckseligkeit, dabei kennen sie nicht mal ihre Namen. Besonders interessant sind auch die „Nachrichten&#252;berbringer“. Das sind Menschen, die jemanden kennen, ihn aber lange nicht gesehen haben, bei der Party aber nun jemanden sehen, der den oder diejenige kennt. <strong>„Mensch, die Welt ist ja klein. Dass ich dich hier treffe. Ist eigentlich XY auch hier? Wie geht’s ihm oder ihr und was macht sie oder er denn so? Bestell doch mal sch&#246;ne Gr&#252;&#223;e!“.</strong> Toll. Wieder ein menschlicher Abgrund. Hat es nicht einen Grund, dass er oder sie keinen Kontakt zu ihm oder ihr hat? Ist einem kurzzeitig entfallen, dass er oder sie einen eigentlich gar nicht mehr leiden mag und man eigentlich froh ist, keinen Kontakt zu haben? Interessiert man sich nun auf einmal wieder f&#252;r die „angeblich ja so vermisste Person?“ Daf&#252;r h&#228;tte man doch auch das ganze Jahr Zeit, oder? Zum Gl&#252;ck gibt’s ja Silvester. Da f&#228;llt einem das wieder ein. <strong>Wie falsch und berechnend k&#246;nnen Menschen sein?</strong> Der Befragte muss sich ja auch doof vorkommen. Wird er nicht eigentlich gerade missbraucht? Er dient zum Ausfragen &#252;ber den lang nicht mehr Gesehenen, als Informationsbeschaffungsquelle. Um ihn selbst geht es gar nicht und der anderen Person ist der Befragte v&#246;llig egal. Hauptsache er erz&#228;hlt ein bissl &#252;ber das interessante Leben des Anderen. Normalerweise w&#252;rde er oder sie &#252;ber sie oder ihn gar nicht reden. Aber die geistige Umnachtung durch diverse Alkoholika muss man ja ausnutzen. Alkohol macht redewillig. Infos erh&#228;lt man, verarbeitet man und merkt man sich. Und der Missbrauchte und Befragte kann sich nicht wehren, plaudert lustig drauf los und wird sich am n&#228;chsten Tag auch nicht mehr erinnern. Das ist alles wahre Freundschaft. So uneigenn&#252;tzig.</span></p>
<p class="MsoNormal" style="line-height:normal;"><strong><span style="font-size:12pt;font-family:&quot;">Und am n&#228;chsten Morgen ist alles vorbei. Dreckig ist es und geht es auch vielen. Warum nur? Vielleicht weil sie wieder einen Abend voller Boshaftigkeiten und menschlicher &#220;belkeiten sowie Charakterprostitution hinter sich gebracht haben und der liebe Herr all diese Verhaltenss&#252;nden mit Brechattacken und Kopfschmerzen bestraft?<br />
</span></strong><span style="font-size:12pt;font-family:&quot;"><br />
Nein das kann nicht sein. Der Alkohol wars nat&#252;rlich.<br />
</span><strong><span style="font-size:15.5pt;font-family:&quot;">IN DIESEM SINNE: HAPPY NEW YEAR!<br />
Ach ja: und viel Erfolg w&#252;nsch ich. Irgendwie. </span></strong><span style="font-size:12pt;font-family:&quot;"></span></p>
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