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	<title>antennenmuetze.de&#187; antennenmuetze.de &#8211; Bitte klicken Sie weiter, hier gibt es nichts zu sehen!</title>
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  <title>antennenmuetze.de</title>
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		<title>Von Fallmanagern und geballter Kompetenz</title>
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		<pubDate>Mon, 22 Feb 2010 12:46:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[arbeitsamt]]></category>
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		<description><![CDATA[Hartz 4. Missbrauch. Faulheit. Sozialschmarotzer. Systemkriminelle. – Die Liste der Keywords der derzeitigen Hartz 4-Debatten k&#246;nnte ewig so fortgesetzt werden. Klar, denn kaum wird das Geld knapp, muss geschaut werden, wo unn&#246;tig Geld verbraten wird. Sozialmissbrauch muss bek&#228;mpft werden und deshalb werden sie genau unter die Lupe genommen: die Hartz 4-Empf&#228;nger. Bekommen sie zu viel [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Hartz 4. Missbrauch. Faulheit. Sozialschmarotzer. Systemkriminelle. – Die Liste der Keywords der derzeitigen Hartz 4-Debatten k&#246;nnte ewig so fortgesetzt werden. Klar, denn kaum wird das Geld knapp, muss geschaut werden, wo unn&#246;tig Geld verbraten wird. Sozialmissbrauch muss bek&#228;mpft werden und deshalb werden sie genau unter die Lupe genommen: die Hartz 4-Empf&#228;nger. Bekommen sie zu viel Geld? Stehen Hartz-4ler mit einem Minijob besser da als Vollzeitarbeiter? Regt das System zum Missbrauch an? Sind 1-Euro-Jobs zumutbar?</p>
<p>Viel wird lamentiert &#252;ber Missbrauch, Regels&#228;tze, das Existenzminimum und die Pflichten der ALG I- und II-Empf&#228;nger. Doch wer redet eigentlich &#252;ber die Pflichten der Agentur f&#252;r Arbeit? Sollte diese zusammen mit ihrer Blutsschwester Arge nicht eigentlich auch im Mittelpunkt der Diskussion stehen? Kommen beide ihren auferlegten Pflichten eigentlich nach? Lenkt die Hartz-4-Diskussion nicht eigentlich vielmehr von grundlegenderen Problemen ab?</p>
<p>Fakt ist: mit der Agentur f&#252;r Arbeit und der Arge hat man sich ein System geschaffen, welches durchaus hilfreich bei Jobvermittlung sein k&#246;nnte, doch mehr und mehr hat man das Gef&#252;hl, dass sich die Institutionen sich selbst im Wege stehen.</p>
<p>Fragen, die ich mir bisher gestellt habe und auch nach einem mehrmaligen konspirativen In-Mich-Gehen keine Antwort erhalten habe: eine Gedankensammlung am real existierenden Beispiel.</p>
<h3>1. Wieso braucht man Fallmanager, die Daten f&#252;r den Arbeitssuchenden in die Datenbank der neuen, viel umworbenen Jobb&#246;rse der Arbeitsagentur eintippen?</h3>
<p><strong><em>Hintergrund zur Frage</em></strong><br />
Er steht an: der Termin, in dem es um Vermittlungsangelegenheiten gehen soll. Vorher wurde postalisch der Lebenslauf inklusive Anschreiben und Zeugnissen samt einem ausgef&#252;llten Formular mit pers&#246;nlichen Angaben an den Fallmanager geschickt. Beim Termin wird klar: der Fallmanager hat lediglich die Daten in die Jobb&#246;rse eingegeben und erkl&#228;rt dem Bewerber jetzt die Benutzung. Das h&#228;tte der Bewerber auch selbst tun k&#246;nnen. Das Gespr&#228;ch hat eine Stunde gedauert. Dem Fallmanager m&#252;ssen teilweise W&#246;rter buchstabiert werden, da sonst Rechtschreibfehler im &#246;ffentlichen Bewerberprofil auftauchen w&#252;rden. Die geballte Kompetenz l&#228;sst den Bewerber von Minute zu Minute err&#246;ten. Er rutscht peinlich ber&#252;hrt auf seinem Stuhl herum und antwortet freundlich, damit die verlorene Zeit herumgeht.</p>
<h3>2. Wieso kennt der Fallmanager sich nicht mit Einsatzm&#246;glichkeiten des Bewerbers aus, wenn er doch den „Fall managen“ soll?</h3>
<p><em><strong>Hintergrund zur Frage</strong></em><br />
Beim Bewerber handelt es sich um einen Akademiker, genauer gesagt um einen Geisteswissenschaftler. Bekannterma&#223;en ist es schwierig diesem Hochschulabschluss einen konkreten Beruf zuzuordnen, da er mehr oder weniger in vielen T&#228;tigkeitsfeldern einsetzbar w&#228;re. Der Fallmanager muss sich den Studiengang erst erkl&#228;ren lassen, kann dem Bewerber in keiner Weise beratend zu Seite stehen und tippt dann wahllos und unwissend Daten in das Profil ein. Alles was &#252;ber die Vorgaben der Datenbank semantisch hinausgeht, kann nicht erfasst werden. Ein Blick &#252;ber den „Tellerrand“ ist mit dem Profil der Jobb&#246;rse f&#252;r einen Akademiker &#252;berhaupt nicht m&#246;glich und spiegelt in keiner Weise die Einsatzm&#246;glichkeiten wider. Er wird in seiner Vermittlung eingeschr&#228;nkt. Erfolgschance null. Sinnlosigkeit macht sie wieder breit. Wieso werden Fallmanager nicht entsprechend weitergebildet und &#252;ber neue Berufe, neue Ausbildungen und Studieng&#228;nge nicht ausreichend geschult? Oder werden sie das? Warum scheinen sie sich mit allem, was nicht Krankenschwester oder Zahnarzthelfer ist, nicht auszukennen?</p>
<h3>3. Wieso achtet die Bundesagentur f&#252;r Arbeit nicht auf die Qualit&#228;t der Unternehmen, welche die Jobb&#246;rse nutzen und die Daten der Bewerber einsehen?</h3>
<p><em><strong>Hintergrund zur Frage</strong></em><br />
Die Jobb&#246;rse ist voll. Tausende Jobangebote, tausende Firmen, die das komplette „Leben“ der Bewerber einsehen und mit ihnen in Kontakt treten k&#246;nnen. Viele davon scheinen schwarze Schafe zu sein. Nach Fertigstellung des Profils fragt der Fallmanager, ob das Profil nun online gestellt werden soll oder nicht. Die Frage ist relativ sinnlos, denn nicht online gestellt, wird keiner auf das Profil zu greifen k&#246;nnen und die Vermittlung k&#246;nnte nicht geschehen. Der Bewerber hat also keine andere Wahl. Weiterhin wird gefragt, ob Unternehmen auch telefonischen Kontakt mit ihm aufnehmen k&#246;nnen. Er sagt ja. Er kennt die Konsequenzen nicht und wird sich sp&#228;ter &#228;rgern. Mit einem Klick vom Fallmanager erscheinen auch die ersten Jobangebote. Die Frage: „Was w&#252;rde Sie denn interessieren?“ wird mit „Na, ich nehm doch gleich mal das Erste da!“ beantwortet. Der Fallmanager w&#252;rgt ab: „Also nein, das ist eine Personalvermittlung. Da brauchen Sie einen Vermittlungsgutschein. Den kriegen Sie aber erst nach 2 Monaten Arbeitslosigkeit.“ Randnotiz: die ersten 30 Suchergebnisse bestehen fast ausnahmslos aus Personalvermittlungen. Sinnlosigkeit par Excellenze. Und worauf nun bewerben?<br />
Zum Fakt der telefonischen Kontaktaufnahme: seitdem das Profil samt Kontaktdaten ver&#246;ffentlicht wurde, erh&#228;lt der Bewerber regelm&#228;&#223;ig l&#228;stige Anrufe von privaten Versicherungsagenturen oder Verm&#246;gensberatungen, um ihn f&#252;r diverse Vertreterjobs anzuwerben. Er ist sehr genervt, vor allem weil der das Gef&#252;hl hat, dass seine gesamten Daten jedem x-beliebigen, nicht auf Seriosit&#228;t gepr&#252;ften „Unternehmen“ zur Verf&#252;gung stehen.</p>
<h3>4. Hat die Afa heimlich einen Geldschrank in dem Geld f&#252;r Papierm&#252;ll gehortet wird?</h3>
<p><em><strong>Hintergrund zur Frage</strong></em><br />
Seit der Arbeitssuchendmeldung hat der Bewerber einen hohen Stapel an Papieren, Formularen – oft in 3- und 4facher Ausfertigung doppelt und dreifach erhalten. Mit seinem Besucherausweisen kann er jetzt das Zimmer tapezieren, welches er extra anbauen muss, um die Schriftst&#252;cke der Afa zu lagern. Papierm&#252;ll, der in Form von Geld an anderen Stellen besser eingesetzt w&#228;re, oder?</p>
<p>Wie ist das denn nun mit den Pflichten der Arbeitsagentur? Werden diese von der Geldverbrennungsmaschine selbst &#252;berhaupt erf&#252;llt? Tut ein Mitarbeiterapparat, von dem anscheinend nicht alle Angestellten Ahnung von ihrer T&#228;tigkeit haben, in diesem ohnehin schon &#252;berlasteten finanziellen Desaster Not? Hilft eine derartig wasserkopf&#228;hnliche Verwaltung zur Selbstverwaltung, die un&#252;berwacht und nicht zeitgem&#228;&#223; scheint, dem Arbeitsmarkt &#252;berhaupt?</p>
<h3>Fazit?</h3>
<p><em><strong>Fragen &#252;ber Fragen, die nicht beantwortet werden k&#246;nnen.</strong></em></p>
<p>Der Bewerber, frustriert und genervt, wird sp&#228;ter einen Job annehmen. Diesen Job wird er nicht m&#246;gen und sich weiterhin bewerben um sich ansatzweise seinem eigentlichen Berufsfeld zu n&#228;hern. Sein einzig erkl&#228;rtes Ziel ist es: erstmal weg aus den F&#228;ngen der geballten Kompetenz namens Bundesagentur f&#252;r Arbeit.<br />
<strong>Das Fazit gibt gleichzeitig eine Antwort auf alle oben gestellten Fragen: Die Bundesagentur f&#252;r Arbeit kann nun sagen: mission accomplished. Ein Arbeitssuchender weniger in ihrer Statistik. Die Zahlen stimmen.</strong></p>
<p><strong>Bravo und Chapeau!</strong></p>
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		<title>Gone too soon</title>
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		<pubDate>Fri, 26 Jun 2009 13:07:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Janet Jackson]]></category>
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		<description><![CDATA[Wenn eine &#196;ra zu Ende geht&#8230;.
You wanted to be startin´something like a smooth criminal. Whenever time was right you acted like a man in the mirror which wasn´t bad at all. You soon learned that you are not alone while you just couldn´t stop loving you. A Dirty Diana rocked with you and didn’t stop [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn eine &#196;ra zu Ende geht&#8230;.</p>
<p><span id="more-456"></span>You <strong>wanted to be startin´something</strong> like a <strong>smooth criminal</strong>. Whenever time was right you acted like a <strong>man in the mirror</strong> which wasn´t <strong>bad </strong>at all. You soon learned that <strong>you are not alone</strong> while you<strong> just couldn´t stop loving you.</strong> A <strong>Dirty Diana</strong> <strong>rocked with you</strong> and <strong>didn’t stop til you get enough</strong>. You <strong>remembered the time</strong> of a <strong>black or white</strong> world which was very <strong>dangerous</strong>. A <strong>thriller </strong>that was not able to <strong>beat it</strong>, <strong>it healed the world</strong>. While knowing that this is <strong>human nature</strong>, you dedicated an <strong>earth song</strong> to us. Nevermind, there was <strong>blood on the dance floor</strong> – <strong>Billie Jean</strong> didn’t like it at all and you always asked yourself “<strong>who is it</strong>” and “<strong>will you be there?</strong>”.  There´s nothing more to say than: <strong>Gone too soon</strong>.</p>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-458" title="michael_jackson" src="http://clairdeluneblog.files.wordpress.com/2009/06/michael_jackson.jpg?w=274" alt="michael_jackson" width="274" height="300" /></p>
<p><img class="aligncenter size-medium wp-image-463" title="jan_mike_scream" src="http://clairdeluneblog.files.wordpress.com/2009/06/jan_mike_scream.jpg?w=300" alt="jan_mike_scream" width="300" height="225" /></p>
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		<title>&#8220;Geld macht nicht gl&#252;cklich!&#8221; Pah. L&#252;gner!</title>
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		<pubDate>Thu, 18 Dec 2008 11:01:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ohne Worte


unemploymentality.com - da hab ichs gefunden

]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ohne Worte</p>
<p><span id="more-343"></span></p>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-345" title="toilet-paper-thieves1" src="http://clairdeluneblog.files.wordpress.com/2008/12/toilet-paper-thieves1.png" alt="toilet-paper-thieves1" width="357" height="454" /></p>
<p><a href="http://unemploymentality.com/" target="_blank">unemploymentality.com </a>- da hab ichs gefunden<a href="http://unemploymentality.com/" target="_blank"><br />
</a></p>
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		<title>Gedankengulasch</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Dec 2008 11:51:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Traurig]]></category>

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		<description><![CDATA[Je ne sais plus très bien qui je suis
Tous les avions sont passés sans me voir
A l’horizon le ciel est noir
Quand les histoires se terminent mal et qu’on les ramasse
Y a des silences et des souvenirs qui laissent des traces.
(Pauline Croze,&#8221;mise à nu&#8221;)
]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Je ne sais plus très bien qui je suis</h3>
<p>Tous les avions sont passés sans me voir<br />
A l’horizon le ciel est noir<br />
Quand les histoires se terminent mal et qu’on les ramasse<br />
Y a des silences et des souvenirs qui laissent des traces.</p>
<p>(Pauline Croze,&#8221;mise à nu&#8221;)</p>
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		<title>Gewalt am Nachwuchs und an der Umwelt.</title>
		<link>http://antennenmuetze.de/archives/510</link>
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		<pubDate>Sat, 05 Jul 2008 08:55:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Gewalt]]></category>
		<category><![CDATA[Kevinismus]]></category>
		<category><![CDATA[peinlich]]></category>
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		<description><![CDATA[ (Bild oben: der nat&#252;rliche Lebensraum der Ronnys)

 Guten Tag, mein Name ist Kevin. Kevin Brotmeier. Ich komme aus Merseburg.

Das geht nicht runter wie &#214;l. Wieder ist es passiert. Mein Ohr kr&#252;mmt sich vor Schmerzen, mein Hirn qu&#228;lt sich. Der Schmerz wandert in die Bauchgegend. Autsch. W&#252;rg. Das Urproblem in Deutschland: K&#246;rperverletzung. K&#246;rperverletzung am Nachwuchs. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div><a href="http://bp1.blogger.com/_XdncG1EyOjo/R1_BKsleaaI/AAAAAAAAAB4/je0txa3ZXUY/s1600-h/Lebensraum_ronny.jpg"><img style="display:block;cursor:hand;text-align:center;margin:0 auto 10px;" src="http://bp1.blogger.com/_XdncG1EyOjo/R1_BKsleaaI/AAAAAAAAAB4/je0txa3ZXUY/s320/Lebensraum_ronny.jpg" border="0" alt="" /></a> (<span style="font-size:78%;"><strong>Bild oben: der nat&#252;rliche Lebensraum der Ronnys)<br />
</strong></span><a href="http://bp3.blogger.com/_XdncG1EyOjo/R1-81MleaZI/AAAAAAAAABw/CUMVyO2qams/s1600-h/Lebensraum_torben.jpg"></a></p>
<p><a href="http://bp0.blogger.com/_XdncG1EyOjo/R1-8bcleaYI/AAAAAAAAABo/hJFSD6tMoqU/s1600-h/Lebensraum_ronny.jpg"><em> </em></a><strong><span style="font-size:130%;"><em>Guten Tag, mein Name ist Kevin. Kevin Brotmeier. Ich komme aus Merseburg.</em><br />
</span></strong><br />
Das geht nicht runter wie &#214;l. Wieder ist es passiert. <span style="color:#ff99ff;"><strong>Mein Ohr kr&#252;mmt sich vor Schmerzen, mein Hirn qu&#228;lt sich. Der Schmerz wandert in die Bauchgegend. Autsch. W&#252;rg.</strong></span> Das Urproblem in Deutschland: K&#246;rperverletzung. K&#246;rperverletzung am Nachwuchs. K&#246;rperverletzung an denen, die sich mit dem Nachwuchs rumschlagen m&#252;ssen. K&#246;rperverletzung mittels der Namensgebung. Der Name der dir gegeben wurde, bestimmt deine Zukunft. Meist siehst du auch so aus, wie du hei&#223;t. Klingt komisch, ist aber so. Hat nicht jeder irgendwelche Assoziationen mit bestimmten Vornamen? Es gibt Namen, die findet man sch&#246;n, elegant, doof, niedlich, langweilig. Man hasst Namen, weil sie einen an Personen erinnern, die man nicht mag, die einen verletzt haben oder die einfach total doof aussehen. Man mag Namen, weil man damit angenehme Menschen verbindet.</p>
<p><strong><em><span style="color:#66ff99;">Von Ronnys und Nancys</span></em></strong><br />
Es gibt sie. Fast &#252;berall. An jedem Ort, zu jeder Zeit. Vorrangig in der Gegend hier. Ronnys und Nancys. Sie sind befreundet mit Jaquelines, Sandys, Svens und Mikes. Sie halten sich oft in Solarien auf, fahren tiefergelegte Autos und tragen Arschgeweihe. Nancys und Ronnys haben in Mitteldeutschland ihren nat&#252;rlichen Lebensraum. Optisch unterscheiden sie sich meist auch etwas von anderen Weggef&#228;hrten. Nicht selten pr&#228;sentieren sich die Weibchen in einer blond- oder schwarzgef&#228;rbten M&#228;hne, die die vom M&#252;nzmallorca-geg&#228;rbte Haut perfekt in Szene setzt. Dazu tragen sie MissSixty-Hosen, die so tief sitzen dass sich die Weibchen am besten komplett rasieren. Ihre Augenbrauen existieren meist nicht mehr. Sie werden geschickt mit einem tiefschwarzen Kajal nachgezogen. Ganz d&#252;nn. M&#228;nnchen und Weibchen zeichnen sich meist dadurch aus, dass sie <span style="color:#ff99ff;"><strong>ihr vorhandenes Nicht-Wissen</strong></span> &#252;ber Gott und die Welt in schreib- und sprachlegastheniker-&#228;hnlichen Wortfetzen in Dissen und an Bushaltestellenwarteh&#228;uschen in Kombination mit Mixery, einem trendigen Bier-Cola-Gemisch zur Schau stellen. Beim Nachfragen reagieren sie meist mit: <span style="color:#ff99ff;"><strong><em>„H&#228;? Wees isch doch nisch Alter.“</em></strong> </span></p>
<p>Wenn der eigentliche Ur-Name nicht sowieso schon 2-silbig ist, neigen diese Menschen auch dazu ihren ohnehin schon nicht gehaltvollen Namen abzuk&#252;rzen. Dies ist meist bei weiblichen Personen zu sehen bzw. zu h&#246;ren. Schnell wird aus dem Namen ein abgek&#252;rzter Spitzname &#8211; aus 2 Silben bestehend. Meist auf &#8220;i&#8221; endend. Auf Beispiele verzichte ich, da ich mich sowohl vom Benutzen (also Aussprechen) als auch vom Tippen dieser wiederlichen Erscheinungen distanziere. Doch warum dieser Spitznamen-Unfug? Forscher haben herausgefunden, dass dies aufgrund von 2 Gr&#252;nden geschieht. Zum Einen, der wohl Seltenere, sch&#228;men sich die Betroffenen ihres Namens, versuchen ihn so zu verstecken oder zu vertuschen. Zum Anderen, (der aufgrund des mangelnden IQs h&#228;ufiger Auftretende) mangelt es den Betroffenden an der n&#246;tigen Intelligenz, sich ihren urspr&#252;nglichen Namen zu merken oder ihn auszusprechen. Daher tendieren sie dazu, ihn einfach abzuk&#252;rzen. Meist muss dies auch geschehen, damit das um sie gestellte Umfeld, also die mit ihnen agierenden Mitmenschen, auch Freunde genannt, auch ihren Namen aussprechen k&#246;nnen. Meist sind die n&#228;mlich genauso dumm.<span style="color:#ff99ff;"> <strong>Und was 2-Silbiges, billig-Klingendes, merkt sich einfach besser und spricht sich auch im Suff noch halbwegs aus.<br />
</strong></span><br />
<strong><span style="color:#66ff99;"><em>Von Torbens und Maikes</em><br />
</span></strong>Torbens und Maikes existieren. Man wei&#223; nur leider nicht so genau warum. Forscher haben herausgefunden, dass sie m&#246;glicherweise dazu dienen, den 24-Korn-M&#252;sli-Vorrat des Landwirtschaftsstaatshaushaltes aufzustocken. So f&#252;r schlechte Zeiten. Wenn es irgendwann keine K&#252;he und Schweine mehr gibt. Damit wir nicht verhungern. Torbens und Maikes leben &#252;berall im Bundesgebiet. Die Urtorbens zeigen sich in braunem Gewand. Aus einer Mischung aus Jute und Bast, mit R&#246;merlatschen. Back to se roots halt. <span style="color:#ff99ff;"><strong>Meist mit ein paar Haaren auf den gro&#223;en Zehen, stehen sie im &#214;kofeinkostladen an der Theke und empfehlen selbstgeerntete Senfk&#246;rner auf Biofeinkosttofu mit 3.-Welt-Sauce. </strong></span>Die etwas weiterentwickelte Form traut sich auch schon einmal den nat&#252;rlichen Lebensraum zu verlassen und sich modernen Lebens- und Erscheinungsformen zuzuwenden. Sie finden sich an Universit&#228;ten zusammen. Meist in sozialp&#228;dagogischen Fakult&#228;ten fachsimpeln sie dar&#252;ber wie es m&#246;glich ist, die Erziehung vom Nachwuchs noch antiautorit&#228;rer zu gestalten. Anti ist ihr Lebensmotto. Nicht selten geschieht dies w&#228;hrend eine Maike, die die Niederkunft ihres mit einem Torben gezeugten Nachwuchses, genannt Ole, erwartet, im H&#246;rsaal einen hellbraunen Babyschal strickt und gleichzeitig mit ihrer Freundin, auch eine Maike, die w&#228;hrenddessen ihren Nachwuchs ungeniert in der ersten Reihe stillt, &#252;ber die Zukunft und den Verfall der modernen Gesellschaft philosophiert.</p>
<p><strong><em><span style="color:#66ff99;">Von Kevins, Justins und Aaliyahs</span></em></strong><br />
Sie treten die Nachfolge an. Die Nachfolge der vom Aussterben bedrohten Ronnys und Nancy. Die aufziehenden Eltern glauben jedoch, dass sie direkte Nachfolger von ber&#252;hmten Popstars sind. Immer schon waren Eltern der Meinung, Talente und Besonderheiten ihrer Kinder zu f&#246;rdern, in dem man ihnen schon vor der Geburt den Namen ihrer Idole gab. Fr&#252;her glaubten Eltern, ihre Romy w&#252;rde einst so sch&#246;n wie die die Kaiserin Sissi. Oder sie dachten, ihre Samantha w&#252;rde einst auch so gro&#223;e Glocken bekommen wie Samantha Fox. Namengeben als Karriereankurbler? Dabei sollte jedoch auch das Hinterteil bedacht werden. Damit ist der Nachname gemeint, der in deutschen Landen meist nur selten zum exotischen Vornamen passen will. Forscher fanden heraus, dass es h&#246;chst unwahrscheinlich sein wird, dass ein Justin Rohrschneider sp&#228;ter einmal Bundeskanzler sein wird. „<strong><em><span style="color:#ff99ff;">Wir begr&#252;&#223;en recht herzlich, den Bundestagspr&#228;sidenten Kevin Bratschilling.“</span></em></strong> Wer´s glaubt wird selig. Oder doch? Wenn unsere Welt im Moment nur noch aus Kevins und Justins besteht, dann werden wir diesen Namen tats&#228;chlich sp&#228;ter wieder begegnen. In der Politik, im Unternehmertum, in der Wirtschaft. Grauselig. Noch lustiger ist die Vorstellung wie diese Namen im Alter verwendet werden. „<strong><em><span style="color:#ff99ff;">Na mein S&#252;&#223;er?! Sag dem Opa Justin doch einmal Hallo. Der Opa Justin hat hier was aus seiner Kindheit f&#252;r dich. Ein Ipod. Damit hat der Opa Justin fr&#252;her Musik geh&#246;rt und zusammen mit Oma Chelsey getanzt.“</span></em></strong></p>
<p>So long<br />
Vive le kevinisme</p></div>
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