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	<title>antennenmuetze.de&#187; antennenmuetze.de &#8211; Bitte klicken Sie weiter, hier gibt es nichts zu sehen!</title>
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		<title>To-go f&#252;r das Zuhause-Gef&#252;hl. Eine Welt der Verbesserung voll mit kaltem Kaffee.</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Jul 2008 06:35:52 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[H&#246;her. Schneller. Weiter. – Dieses Motto ist irgendwie nicht nur Motto im sportlichen Sinne, sondern irgendwie auch im Sinne des gesamten Universums. Der Mensch, bekanntlich ein M&#228;ngelwesen, hat bei seiner Entstehung irgendwie ein kleines, feines, aber sehr nerviges Gen abgekommen. Das Verbesser-Gen. Der Mensch muss immer alles verbessern. Er muss Dinge schneller, sch&#246;ner, leichter, schwerer, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://bp0.blogger.com/_XdncG1EyOjo/SFka5aD4rOI/AAAAAAAAAGs/OfV1nTcRDog/s1600-h/coffee.jpg"><img style="float:left;cursor:pointer;margin:0 10px 10px 0;" src="http://bp0.blogger.com/_XdncG1EyOjo/SFka5aD4rOI/AAAAAAAAAGs/OfV1nTcRDog/s200/coffee.jpg" border="0" alt="" /></a>H&#246;her. Schneller. Weiter. – Dieses Motto ist irgendwie nicht nur Motto im sportlichen Sinne, sondern irgendwie auch im Sinne des gesamten Universums. Der Mensch, bekanntlich ein M&#228;ngelwesen, hat bei seiner Entstehung irgendwie ein kleines, feines, aber sehr nerviges Gen abgekommen. Das Verbesser-Gen. Der Mensch muss immer alles verbessern. Er muss Dinge schneller, sch&#246;ner, leichter, schwerer, kleiner, hygienischer, lauter, leiser, aerodynamischer, wuchtiger, imposanter, h&#246;her, tiefer, skurriler, normaler, abgehobener, minimalistischer, protziger und weltverbessernder machen. Fortschritt ist ja gut. Keine Frage. Aber h&#228;lt das st&#228;ndige Forschen nach dem Fortschritt nicht manchmal auch ein wenig auf? L&#228;sst es den Menschen nicht schon wieder zur&#252;ck fallen? Zeitlich und auch geistig? Es engt ein, es macht Druck, es bestimmt, es reguliert es dr&#228;ngt. Der Fortschritt bleibt dabei auf der Strecke.<br />
Beispiel: Die Kaffeemaschine.<br />
Die L&#228;den, Versandh&#228;user und TV-Bildschirme werden &#252;berh&#228;uft mit Angeboten. Angeboten, die protzig gepriesen und modern verkauft an den Kunden verdingdangelt werden sollen. Angebote, die das Leben so erheblich einfacher machen und den Lebenswert ins Unermessliche steigern. Angebote wie die ultramodernen neuen Eins-fix-drei-der-Style-Kaffee-ist-fertig-Maschinen. Ein Pad rein, Knopf gedr&#252;ckt und da steht es: das Szene-Getr&#228;nk, bestehend aus einer Mischung Lifestyle, Minimalismus und Komfort, gemixt mit etwas Sirup, Sahneschaum und auch etwas &#8220;Rotem-Teppich-Gef&#252;hl&#8221;. Ach ja. Kaffee war auch noch drin. Impliziert wird damit, dass das Leben jetzt schneller geht, das Leben einfach bunter ist und man sich schon am fr&#252;hen Morgen wie ein VIP f&#252;hlen kann, weil man einen self-made-Latte trinken kann. Da kann man auch gleich dar&#252;ber hinweg sehen, dass der Bademantel, den man tr&#228;gt an der Seite auftrottelt und die Haare noch nicht gek&#228;mmt sind. Trotzdem ist man irgendwie hip. Au&#223;erdem sehen die Maschinen ja auch sehr dekorativ aus. Wie hypermoderne Raumschiffe im Raum-Zeit-Kontinuum stehen sie da, werden l&#228;ngst zu einem unentbehrlichen Accessoire der Wohnungseinrichtung. Man sollte eine haben, auch wenn man gar keinen Kaffee trinkt.<br />
Das ist er also. Der Fortschritt. Doch warum schreiten wir mit der Kaffeemaschine voran? War die Alte nicht mehr gut genug? Schmeckt der Kaffee denn nicht, wenn er nicht aus einem spacigen Automaten-Raumschiff geschossen kommt? Der Druck sich eines solchen Apparates anzunehmen ist gro&#223;. Vor allem wenn man zu Hause noch eine gut funktionierende Alte (gemeint ist die Kaffeemaschine) hat. Der Fortschritt wandelt sich zu einem R&#252;ckschritt. Denn was ist mit dem sch&#246;nen, klassischen Blubberger&#228;usch, wenn die Retro-Maschine den braunen Zaubertrank anr&#252;hrt. Es geht nichts &#252;ber das Einf&#252;llen des gemahlenen Kaffees in den Filter. Es geht nichts &#252;ber den 4. L&#246;ffel Kaffee (f&#252;r den Geschmack). Schon das Falten der Falter- &#228;h-Filtert&#252;ten ist ein Ereignis. Und der Geruch, der sich breit macht, w&#228;hrend die Maschine den Kaffee verkochblubbert…traumhaft. Das riecht nach reichhaltigem Fr&#252;hst&#252;ckstisch, nach zu Hause, nach Wohlf&#252;hlen und Mensch sein. Diese 10 Minuten werden einem mit dem vermeintlichen Fortschritt gestohlen. Es kann nicht schnell genug gehen in dieser Gesellschaft. War der Mensch bisher &#8220;gezwungen&#8221; diese 10 Minuten mit der Retro-Maschine zu verbringen, am fr&#252;hen Morgen auf sie zu warten, durchzuschnaufen, tief einzuatmen und einfach Mensch zu bleiben, so ist er jetzt zur Schnelligkeit verdammt. Die neuen Maschinen nehmen einem ein sch&#246;nes Ritual. Sie geben einem nur Schnelligkeit und ein &#8220;to-go-Gef&#252;hl.&#8221;<br />
Zu-Hause-to-go. Widerlich. Mal ehrlich sein – wer will das schon</p>
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		<title>Und die Uhr sagt&#8230;.&#8221;Noch nicht!&#8221;</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Jul 2008 06:30:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>admin</dc:creator>
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 Eine neue Erkenntnis meinerseits besteht darin, dass es etwas im Leben gibt, was man eigentlich st&#228;ndig tut. Es passiert einem mehrmals am Tag, tritt bei fast allen Gelegenheiten ein, verschont keinen, richtet sich nicht nach Uhrzeit oder Wohlbefinden. Und: es nervt! Nun, der Leser fragt sich jetzt, wovon hier eigentlich die Rede ist. Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://bp2.blogger.com/_XdncG1EyOjo/SDbS6keQv4I/AAAAAAAAAFY/QPcPftIpHd4/s1600-h/clock.jpg"><img style="float:left;cursor:pointer;margin:0 10px 10px 0;" src="http://bp2.blogger.com/_XdncG1EyOjo/SDbS6keQv4I/AAAAAAAAAFY/QPcPftIpHd4/s200/clock.jpg" alt="" border="0" /></a>
<p class="MsoNormal"> Eine neue Erkenntnis meinerseits besteht darin, dass es etwas im Leben gibt, was man eigentlich st&#228;ndig tut. Es passiert einem mehrmals am Tag, tritt bei fast allen Gelegenheiten ein, verschont keinen, richtet sich nicht nach Uhrzeit oder Wohlbefinden. Und: es nervt! Nun, der Leser fragt sich jetzt, wovon hier eigentlich die Rede ist. Die Antwort ist ganz<span>  </span>einfach: es geht um das Warten.</p>
<p class="MsoNormal">Das ganze Leben besteht aus Warten. Ob man will oder nicht, ob man sich dessen bewusst ist oder nicht. Immer wartet man. Meistens ist es anstrengend, nervenaufreibend, manchmal traurig, frustrierend und depressiv-stimmend.</p>
<p class="MsoNormal">Worauf ich immer warte? Fr&#252;h warte ich darauf, dass das Wasser aus dem Wasserhahn von kalt endlich zu warm wird. Dann warte ich auf das Ende des Z&#228;hneputzens, auf das Einwirken der Haarkur, auf das Aufsch&#228;umen des Shampoos. In der K&#252;che geht es weiter. Warten, dass der Wasserkocher kocht, der Tee zieht. Warten auf Nachrichten im TV und auf das t&#228;gliche Horoskop. </p>
<p class="MsoNormal">Auf dem Arbeitsweg warte ich auf die rote Ampel, die nie gr&#252;n werden will, auf die S-Bahn, auf den Moment in dem ich endlich die Zigaretten in meiner Tasche gefunden hab. Dann auf den Moment in dem ich das Feuer gefunden hab. Im Zug warte ich auf das T&#252;rger&#228;usch, welches sagt, dass die T&#252;r zu und es endlich zur n&#228;chsten Haltestellte vorw&#228;rts geht. Ich warte darauf, dass der Schaffner das Kleingeld gefunden hat, damit er dem eigentlich geplanten Schwarzfahrer das Ticket verkaufen kann. Ich warte so lang, bis ich meine Monatskarte vorzeigen darf um sie endlich in den endlosen Tiefen meiner Prinzessinnen-Tasche verschwinden lassen zu d&#252;rfen. Danach warte ich bis ich in meinem Ipod das passende Lied gefunden hab. Beim H&#246;ren warte ich auf den Refrain und die eine bestimmte Zeile, die ich immer so liebe und bei der ich G&#228;nsehaut kriege.
</p>
<p class="MsoNormal">Nachdem ich auf das Aussteigen gewartet habe, steige ich aus. Dann warte ich am B&#228;cker. Auf den Anfang der Schlange, bis ich endlich sagen kann „Ein Walnussbr&#246;tchen, bitte!“. Dann warte ich auf das „Stimmt, Danke!“ der Verk&#228;uferin nachdem ich ihr meine 0,30 Cent gegeben habe. Dann gehe ich. Auf Arbeit warte ich auch das ein oder andere Mal. Vorhin hab ich ganz lang gewartet, bis der Download abgeschlossen war und bis ein Word-Dokument mit einer Tabelle abgespeichert war. Dann habe ich auf Ideen gewartet und auf die Mittagspause, auf den Drucker und auf ein Hungerf&#252;hl, damit ich mir meine Ananas genehmigen konnte. Dass ich auf den Feierabend wartete brauch ich nicht zu erw&#228;hnen. Das ist auch erlaubt und steht im Prinzessinnen-Gesetz.</p>
<p class="MsoNormal">Auf dem Heimweg warte ich, neben den Momenten im Zug, auch im Supermarkt. Ich warte darauf, dass die garstige, &#228;ltere Frau, die sich vorgedr&#228;ngelt hat, eine kleine T&#252;te in der Obstabteilung von der Rolle abrei&#223;t. Ich warte auch darauf, dass sie sie mit ihren zitternden Fingern &#246;ffnet, nachdem sie sie ein paar Mal angeleckt hat. Ich muss warten, denn ich brauche auch eine T&#252;te und sie steht immer noch davor. Dann warte ich auf den Moment, in dem mir klar wird, was ich eigentlich kaufen muss. Gedanken ums Abendbrot hatte ich mir noch nicht gemacht. An der Kasse wird auch gewartet. Auf jeden einzelnen Kunden, auf jede einzelne Gurke, die &#252;ber das schwarze, verklebte Band gerollt wird. Ich warte darauf, dass mir ein &#228;lterer Mann endlich das Trenndingsbumms gibt, damit ich meine Sachen auf das Band legen kann. Ich warte bis alle Dinge eingescannt sind, bis die Kasse meine EC-Karte akzeptiert und bis die freundliche Dame an der Kasse sagt: „Sch&#252;ssi, sch&#246;nes Wochenende, heye!?“. Dann geh ich.</p>
<p class="MsoNormal">Ich gehe nach Hause. All diese Warterei macht m&#252;de. Sie ist anstrengend, zerm&#252;rbend und stresst. Doch zu Hause wird es nicht besser. Da gibt es die Schlimmste aller Wartereien. Eine Warterei, die sch&#246;n sein kann, wenn sie kurz ist. Wenn sie lang ist, ist sie schrecklich. Warten gepaart mit einsam sein und lieber zu zweit sein wollen. Ich m&#246;chte, dass das Warten vor&#252;bergeht, dass es aufh&#246;rt. Das ich erl&#246;st werde. Erl&#246;st durch ein Schl&#252;sselger&#228;usch. Durch ein L&#228;cheln und N&#228;he. Dieses Warten ist ein unsch&#246;ner langer Moment. Der Schlimmste des Tages. Was es ist?</p>
<p style="font-weight:bold;" class="MsoNormal">Das Warten auf ihn.</p>
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